Kinderbibeltag im „Haus der Fröhlichen“

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung

Zwölf Buben und Mädchen erfuhren etwas über „Die Geburt Jesu“, die Bedeutung von Weihnachten und bastelten beim Kinderbibeltag im „Haus der Fröhlichen“, dem ehemaligen Musikhaus des Klosters, ein Weihnachtsgeschenk.

Zu Beginn begrüßte Pfarrer Pater Hermann Sturm alle Kinder, betete mit ihnen mit der Bitte um den Segen für eine gute Zeit miteinander an diesem Vormittag. Danach sangen alle zusammen das Lied „Einfach spitze, dass du da bist“ und dazu wurden die passenden Bewegungen, wie Klatschen, Stampfen, usw. gemacht. So konnte gut gelaunt in den Vormittag gestartet werden.

Gemeinsam wurde eine Mitte mit bunten Regenbogentüchern, einer Jesuskerze, die von Emily angezündet wurde, gestaltet. Die Kinder wurden gefragt warum sie heute da wären: „Um ein Weihnachtsgeschenk zu basteln“, war eine Antwort. Eine andere: „Um aus der Bibel etwas über Jesus und Weihnachten zu erfahren.“

Dies wurde von Inge Roidl aufgegriffen und so entwickelte sich ein Gespräch, was die Kinder alles über Weihnachten wissen. Was bedeutet Advent? Wie nennt man Weihnachten noch? Die Buben und Mädchen machten eifrig mit und so kamen die Antwort: „Vorbereitung auf Weihnachten und das Fest der Liebe.“ Danach las Johannes einen Teil der Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium Lukas 2,1 vor. Die Kinder wurden angeregt, selbst an Weihnachten in ihren Familien, die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel vorzulesen.

Jetzt durften sich die Kinder einen Film über „Die Geburt Jesu“ ansehen und danach wurde darüber gesprochen. Vertieft wurden die Ereignisse aus dem Film in einem Spiel. Zwei Ecken in Raum wurden als JA- oder NEIN-Ecke eingeteilt. Die Buben und Mädchen hörten verschiedene Aussagen zur Weihnachtsgeschichte. Zum Beispiel: Jesus wurde in einem Schloss geboren. Die Mutter von Jesus heißt Elisabeth. Jesus wurde in Rom geboren. Jesus bekam von den Heiligen Drei

Königen Geschenke. Den Abend des 24. Dezembers nennt man auch  Heilige Nacht. Und noch einige Aussagen mehr. Sie mussten sich nach jeder Aussage entscheiden, in welche Ecke sie sich stellen.

Bei einem Quiz bekamen die Kinder ein Blatt mit verschiedenen Sätzen zur Weihnachtsgeschichte. Hieraus mussten sie die Sätze finden, die auch im Evangelium nach Lukas aufgeschrieben sind. Gemeinsam machten sie sich ans Werk den Lösungssatz zu bilden. Dieser lautete: „Jesus ist als Kind auf die Welt gekommen, darum versteht er die Kinder“. Jedes Kind durfte eine Sternenschablone ausschneiden, mit welcher Sie über verschiedene Sterne mit Textinhalten aus der Weihnachtsgeschichte fahren durften. Nur die Sterne, die die richtige Größe hatten sollten angemalt werden. Mit tatkräftiger Unterstützung von Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig kamen alle zum Ziel.

Weiter ging es mit dem Spiel „Beruferaten aus der Weihnachtsgeschichte“. Immer zwei Kinder durften vor die Tür, während sich die verbleibenden im Raum einen Begriff aussuchten, welchen sie dann pantomimisch den beiden Ratenden vorzeigten. Es mussten die Berufe König, Zimmermann, Sterndeuter und Hirten dargestellt und erraten werden. Auch hier hatten die Buben und Mädchen viel Freude.

Nach so viel getaner Arbeit stand eine Pause mit leckerem Apfelpunsch von Salesianerbruder Robert Rainer und Schokoladenkuchen an. Frisch gestärkt ging es dann weiter. Bevor man ans gemeinsame Basteln ging, wurde mit den Kindern noch darüber gesprochen, warum man sich an Weihnachten eigentlich etwas schenkt. Die Antworten waren bunt gemischt: „Gott hat uns so lieb, dass er uns seinen Sohn Jesus gesandt hat. Das ist ein Geschenk an uns. Jesus wurde im Stall beschenkt.“ Den Buben und Mädchen wurde erklärt, dass wir am Heiligen Abend den Menschen etwas schenken, die wir sehr lieb haben. Auch sollten sie an arme Kinder denken, an das Opferkästchen, das sie in der Kinderchristmette abgeben dürfen.

In einer kurzen Stille überlegten die Kinder für wen sie heute ein Weihnachtsgeschenk basteln wollen. Dann wurde eifrig gemalt und gepinselt, gestaltet, verziert und beklebt. So entstanden kleine Kunstwerke, welche dann an Mamas, Papas, Omas und Opas, usw. an Weihnachten verschenkt werden.

Alle stellten fest, dass die Zeit wie im Flug verging. Zum Abschluss wurde gemeinsam ein Gebet gesprochen, bevor die Kinder abgeholt wurden.