Ich bin wertvoll vor Gott

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung

„Ich bin wertvoll vor Gott“ war das Thema beim letzten Kindergottesdienst, den wieder der Arbeitskreis Kindergottesdienst vorbereitet und in der Kapelle des Hauses der Begegnung mit vielen Kindern, ihren Eltern und Pfarrer Pater Hermann Sturm gefeiert hat.

Eingangs wurde das Lied „Wir sind die Kleinen in der Gemeinde, wir machen mit …“ gesungen bevor mit dem Kreuzzeichen und der Entzündung der Kerze der Gottesdienst begann. „Lieber Gott, wo ich gehe, wo ich stehe, bist du lieber Gott, bei mir. Wenn ich dich auch niemals sehe, weiß ich dennoch, du bist da“, betete Maximilian Schimmelpfennig das Tagesgebet. „Ihr alle seid wertvoll, gehört zur Pfarrei und Jesus mag euch gern“, betonte Pfarrer Pater Hermann Sturm bevor er Jesu Gebot der Nächstenliebe verkündete. „Lasset uns gemeinsam singen, loben, danken dem Herrn …“ leitete über zur Geschichte eines kleinen brauen Teddybären, der einsam in einem Schaufenster saß. Die Eltern des kleinen Peter erfüllten dessen Wunsch und kauften ihn. Lange Wochen spielte der Junge mit ihm, doch als er älter wurde, beachtete er sein Kuscheltier nicht mehr. So ging der Kuschelbär auf Wanderschaft und sprach mit vielen Tieren über seine Sorgen. Doch alle waren eigennützig, kritisierten sein Aussehen, bemängelten seine fehlende Schlauheit, dass er nicht arbeiten könne, seine mangelnde Frechheit und Stärke. Schließlich mochte ihn ein kleines Mädchen, das allein war, als Spielgefährten. Es stellte keine Forderungen für ihr Freundschaft und meinte nur: „Sei einfach du selbst. – das reicht schon.“ Dann wurden sie dicke Freunde.

„Wenn einer sagt, ich mag dich, du …“ sangen alle nach dem Gleichnis. Dann malten und schrieben die Kinder auf zuvor ausgeschnittene rote Papp-Herzen die Namen der Personen, die sie ganz besonders lieben und gern haben, und steckten es zu einem „großen Herzen voller Liebe und Freundschaft“ zusammen. In Fürbitten beteten zu Gott, dass er ihnen ehrliche Freunde schenke, dass sie selbst treue und verlässliche Freunde sind und jeden annehmen, so wie er ist, anerkennen, dass jeder wertvoll ist. Nach dem gemeinsamen Vaterunser wurde „Kommt, sagt es allen Leuten …“ gesungen, bevor Pfarrer Sturm das Segensgebet sprach: „Gott, du hast Menschen geschaffen, jeden nach seiner eigenen Art. Gib uns die Einsicht, dass wir den anderen akzeptieren und so annehmen können, wie er ist.