Gemeinderatssitzung Juni 2016

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung, Gemeinde

Einstimmig genehmigte der Gemeindrat am Donnerstagabend die Bauanträge von Tobias Pritschet auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage in der Strohbergstraße 1 in Wolfsbach sowie der Firma Schwan Schlosserei GmbH auf Errichtung eines temporären Pneumatik-Alu Mastes Basisstation für das Mobilnetz der Vodafone GmbH mit Technik-Containers auf einem Tandem-Fahrgestells mit einer Höhe von 30,48 Metern und Abspannung als vorübergehende funktechnischen Lösung bis voraussichtlich 31. März 2017 auf den Grundstücksnummern 338 und 339 der Gemarkung Ensdorf Nähe der Schön bis der neue Sendemast in Betrieb genommen werden kann.

Aus ortsplanerischer Sicht lagen zwar gegen das Vorhaben Bedenken vor, weil es im Landschaftsschutzgebiet an exponierter Lage am Eingang des Höhenrückens vom Naturpark Hirschwald errichtet wird, „Dieser Belang muss aber hinter der Versorgung der Bevölkerung mit mobilen Telefondiensten zurückstehen. Zudem sie der Standort vorbelastet, da in mittelbarer Nähe der Sendemast des Bayerischen Rundfunks bereits besteht“, wurde im Gemeinderat argumentiert.

Bereits zuvor hatte der Gemeinderat den Kinderspielplatz am Moosbergweg besichtigt und über das weiterte Vorgehen erörtert, nachdem das Hauptspielgerät wegen Alters abgebaut werden musste. Die Entscheidung wurde aber auf die nächste Gemeinderatssitzung vertagt.

Die DJK Ensdorf hatte Antrag gestellt, Renovierungsarbeiten am Sportheim und dem Sportplatz gestellt. Thomas Siebert, Spartenleiter Fußball, erläuterte den Gemeinderäten die erforderlichen Maßnahmen bezüglich neuer Heizungsanlage samt Öltank sowie Neugestaltung der Terrasse und des Treppenaufgangs vom unteren Sportplatz. Er wünscht sich auch zumindest eine Teilüberdachung der Terrasse. Nach Besichtigung des Gemeinderates wurde das Thema in der Sitzung im Rathaus näher unter die Lupe genommen.

„Aus sicherheits- und erhaltungstechnischen Gründen müsse die Treppe vom oberen zum unteren Sportplatz erneuerte werden. Marode Lichtschächte, Schäden an der WC-Anlage, Terrasse und die Heizungsanlage samt Öltank erneuert werden“, hatte für das im Besitz der Gemeinde sich befindlicher DJK-Sportheim beantragt. „Die DJK ist bereit in Eigenregie die Arbeiten durchzuführen, könne aber die finanziellen Kosten nicht tragen, erklärte DJK-Vorsitzender Lothar Trager. „Die DJK ist bereit die Arbeiten in Eigenregie zu übernehmen, die finanziellen Mittel für Material usw. fehlen uns aber.“

„Im Haushalt haben wir für Erneuerung der Heizungsanlage und Terrasse 50000 Euro eingeplant“, erklärte Bürgermeister Markus Dollacker. Probleme ergäben sich aber wegen der sich aber wegen der sehr unterschiedlichen Warmwassernutzung. Schwierig sei daher ein Nutzungskonzept zu erstellen. Die sieben Solarmodule auf dem Dach lieferten mal zu viel, mal zu wenig Energie für das nötige  Warmwasser für Duschen, Die Frage stehe nach weiterhin Öl oder Gas. „Diese ermöglichen zwar eine unkompliziertere Heizung mit weniger Wartung, für eine Hackschnitzelheizung aber zu wenig bedarf. Die Lösung über Wärmepumpen und Wärmetauscher wird geprüft. Wohl bleibt aber nur eine Kombination zwischen fossilen Brennstoffen und voller Ausnutzung der Solarenergie“, so der Bürgermeister.

Er schlug vor, so wie beim Anbau des Sportheimes vorzugehen, dass die Gemeinde die Materialkosten übernehmen solle, die DJK aber für Planung, Ausschreibung und Ausführung in Verbindung mit der Gemeindeverwaltung übernehmen soll. Mehrere Gemeinderäte sprachen sich dafür aus, bei Öl statt Gas zubleiben, da Wärmepumpen- und Wärmetauscher zu teuer würden werden. Gemeinderat Hermann Trager forderte, dass der neue Brennwertkessel abgestimmt wird auf die „neue Situation“ des Anbaus und der erfolgten Isolierung des gesamten Gebäudes.

Eine vorsichtige Schätzung der Maßnahmen mit Erneuerung der gesamten Steuerung (8000 Euro), neuem Brenner bzw. Ofen (6000 Euro), neuem Tankraum  (30000 Euro), neuem Tank (4000 Euro), Puffer-Speicher (knapp 10000 Euro) sowie die Neugestaltung der Terrasse einschließlich Treppenanlage (9000 Euro) würde rund 68000 Euro kosten – mehr als die im Haushalt vorgesehenen 50000 Euro. Schließlich erklärte der Gemeinderat einstimmig; „Wir sind generell der Auffassung, dass am Sportheim etwas gemacht werden muss und die Gemeinde Haushaltsmittel zur Verfügung stellt. Die DJK muss aber ihre Eigenleistung einbringen. Die DJK soll mit Fachleuten einen Vorschlag ausarbeiten und dem Gemeinderat zur endgültigen Entscheidung vorlegen.“

Bürgermeister Markus Dollacker gab bekannt, dass  nach Sanierung des Torbogens in Hirschwald dieser für Kfz-Fahrzeuge gesperrt, für Fußgänger und Radfahrer aber frei werden solle. Vom Keine Beanstandungen erhob das Gesundheitsamt für die Trinkwasseranlagen Ensdorf und Thanheim. Sie bescheinigten dem Wasserwart Thomas Berschneider „einen besonders gepflegten Eindruck der Anlagen, was nicht selbstverständlich sei“.

Für den Breitbandausbau in der Gemeinde Ensdorf  ergibt sich eine Neuerung: Mit der „besonderen Förderung über das Bundesprogramm“ kann die Gemeinde zwar „ein bisschen mehr machen und mit weniger Eigenmitteln mehr Glasfaserkabel einbauen“ – allerdings mit einer Verzögerung um etwa ein Jahr. „Das lohnt sich aber für die Zukunft“, erklärte Bürgermeister Dollacker.

Bezüglich der Busverbindungen für Wolfsbach vom 1. Juli bis März 2017 wegen der Vollsperrung der Ortsdurchfahrt Theuern wegen der Sanierung der dortigen Vilsbrücke berichtete der Bürgermeister, dass mehrere Wendemöglichkeiten getestet worden seien. Einzig sei ein Wendeplatz beim Gasthaus Schützenheim übrig geblieben. Nach vielen Gesprächen und Vermittlungsversuchen sei es gelungen, dass täglich fünf Anfahrten Richtung Amberg und sechs Richtung Ensdorf ermöglicht wurden – angeglichen an die Schulbuszeiten und Verstärkerbusse - allerdings nur werktags, nicht also samstags, sonntags und feiertags. Die RBO und der ZNAS hätten einen „Notfahrtplan Wolfsbach erstellt, die diesen in den nächsten Tagen noch verteilen und an den Haltestellen anbringen werden. Auch sei es gelungen, dass bei Bauunterbrechungen vor allem im Winter der Busverkehr wie üblich erfolgt. Auch darüber sollen die Bewohner rechtzeitig informiert werden.

Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich der öffentlichen an.