Buntes Ferienprogramm im Kloster

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung

Vier Tage lang bot das Kloster Ensdorf ein buntes Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche zwischen acht und zwölf Jahren. Da wurde unter Anleitung von Stefan Huber, dem Leiter der Umwelt-Musik-Werkstatt, gesägt, gehobelt, gefeilt, geschliffen, gebohrt und geschraubt, die Natur erkundet und Instrumente gebaut.

 Am Montag ging es zunächst los mit dem Kennen lernen und dem Basteln von Namensschildern. Nach dem gemeinsamen Mittagessen begann der Liegestuhlbau aus gehobelten Dachlatten. Fünf Meter brauchte dazu jeder für seinen Stuhl! Am Dienstag erlebten die Kinder den Wald einmal „ganz anders“ – mit Spielen und mit allen Sinnen. Zum Beispiel galt es sich „blind“ an einem 70 Meter langen Seil entlang zu hanteln und den Wald zu ertasten. Nachmittags wurde im „Cool-Water-Fun-Parc“, der Naturbelassenen Kneippanlage des Klosters, gebadet bevor man sich wieder ans Werk mit den Liegestühlen machte: Sie wurden bunt bemalt.

Anderntags erkundeten die Kinder die Feuchtbiotope der Umweltstation an der Vils. Mit Käscher fingen und mit der Becherlupe betrachteten sie spannend die vielfältige Tierwelt, bekamen sie erklärt: Wasserschlangen, Frösche, verschiedene Fische, Larven, Käfer, Wasserläufer usw. Dann wurden sie wieder ins Wasser zurückgesetzt. 

Mit natürlichen Materialien bastelten die Kinder Kazoos, kleine Membranophone, die zu den Ansingtrommeln gehören. „Durch Ansingen oder Ansprechen wird die Membran in Schwingung versetzt und damit der Ton der eigenen Stimme verändert“, erklärt Stefan Huber. Das probierten die Kinder natürlich gleich aus, wobei Huber sie auf der Autoharp begleitete. Beim Haus der Begegnung  schallte es laut: „Heut’ gibt’s a Rehragout“, erklangen das Lied von der Biene Maja und die Lummerlandmelodie.

Den Abschluss am Donnerstag bildeten gemeinsamen Musizieren, eine musikalische Weltreise und der Kickerabschluss.