Osterlicht für Ensdorf

| Klaus Hernes |

An den Ostertagen setzten in Ensdorf, trotz und gerade wegen der außergewöhnlichen Umstände, die Menschen besondere Zeichen der Wertschätzung, Gemeinschaft, Verbundenheit und Hoffnung.

Verantwortliche der Pfadfinder, des Pfarrgemeinderates und der CSU war es ein Anliegen dem Wunsch der Gläubigen in ihren Familien die christlichen Werte in Verbindung mit Ostern daheim zu gestalten zu unterstützen, sowie Dank und Wertschätzung auszusprechen.

Den aktuellen Vorgaben folgend „trafen“ sich die Mitwirkenden zur Vorbereitung in einer Telefonkonferenz. Ideen und Impulse zur Aktion „Osterlicht für Ensdorf“ konnten so ohne Gefährdung besprochen, vorbereitet und über die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Agnes Graf, mit Pater Slawomir abgesprochen werden.

An Ostersamstag um 21 Uhr, als das Läuten der Kirchenglocken zu hören war, leuchteten von vielen Balkonen und Häusern Kerzen. Mit dieser Lichterkette brachten die Ensdorfer ein Zeichen der Verbundenheit und Hoffnung zum Ausdruck. Licht, welches als christlich und österliches Zeichen für Leben steht und über das Dunkel siegt.

Ein Bring-Dienst der besonderen Weise konnten Mitbürger in Anspruch nehmen, die erkrankt oder aus anderen Gründen nicht in der Lage waren das Osterlicht an der Kirche zu holen. Wer sich telefonisch bis Karsamstag bei Familie Breitkopf gemeldet hatte, erhielt am Sonntagvormittag mit einer kleinen Osterkerze das österliche Licht.

Bislang einmalig ist wohl die Aktion, das Osterlicht direkt an zuvor ausgewählte Orte zu bringen. Allen Verantwortlichen und Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen, Institutionen, dem Gesundheitswesen, den Geschäften und Vereinen wurde so Wertschätzung und Dank entgegengebracht.

Paarweise aufgesucht wurden die Feuerwehren in Thanheim, Wolfsbach und Ensdorf, die Schule, der Kindergarten mit Kita, das Rathaus, das Bildungshaus des Kloster Ensdorf, der Pfarrsaal, die Ärzte, die Apotheke, die Caritassozialstation, das Seniorenheim, sowie für unsere Landwirte in der Region Familie Feigl in Götzenöd und stellvertretend für alle Geschäfte der Dorfladen.

Mit einem gemeinsamen Gebet aller Mitwirkenden und dem abholen des Osterlichtes an der Kirche suchten die zuvor eingeteilten Teams Ihre Stationen auf. Dort wurde gleichzeitig, mit dem Beginn des Gottesdienstes in der Kirche, das Licht mit selbstgestalteten Kerzen übergeben, gebetet und die Fürbitten gesprochen. Ein sehr bewegender Moment für alle. Besonders die Bewohner im Seniorenheim freuten sich über die Teilhabe. Unterstützt durch die Pflegekräfte konnten sie, an den Fenstern ihrer Zimmer sitzend, diesem Moment bei wohnen und die zuvor ausgeteilten Fürbitten mitsprechen.

Bei der DJK Ensdorf wurde das Osterlicht mit einem festlich dekorierten Tisch, eigenen Fürbitten, sowie die Boten mit Brot und Wein, empfangen.

Die Verantwortlichen sind sich einig: „Das Osterlicht setzt Zeichen der Verbundenheit - nicht nur - in Ensdorf.“