SPD informierte sich über Fortschritt der Renovierungsarbeiten

| Hubert Söllner |

Bereits vor drei Jahren zeigte Pfarrer Pater Hermann Sturm dem Landtagsabgeordneten Reinhold Strobl die notwendigen Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche St, Jakobus auf. Gemeinsam mit dem Bundestagsdirektkandidaten der SPD, Johannes Foitzik und SPD-Kreisvorsitzendem Uwe Bergmann kam nun Strobl nach Ensdorf, „um uns über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten durch Augenschein zu informieren“.

Bis zum 300-jährigen Weihejubiläum, „das wir am  8. Oktober 2017 feiern wollen,“ solle die Ensdorfer Pfarrkirche in neuem Glanz erstrahlen, erläuterte Pfarrer Pater Hermann Sturm dem Abgeordneten, dem sich SPD-Gemeinderäte anschlossen. Die Arbeiten, betonten Pfarrer Sturm und Kirchenpfleger Johannes Fink, seien in Fachbereiche aufgeteilt und derzeit bis auf die große Kuppel alle vergeben. Architektin Carola Setz stieg bei ihren Ausführungen tief in die Geschichte der Kirche ein. „Der Zustand der historischen Bausubstanz wurde durch kompetente Restauratoren genau untersucht“ betonte sie. Leider aber sei in der Kirche als auch in der Sakristei starker Schädlingsbefall festgestellt worden. So sei auch ohne Jubiläumsjahr durch den Gesamtzustand „höchste Einsenbahn für eine Renovierung gewesen“.  Pfarrer Sturm wies auch auf die Kirchenrenovierung von 1963 hin, betonte „heute würde man vieles anders machen“.

Im Rahmen der Sanierung werde auch eine neue Altarraumgestaltung mit Volksaltar und Ambo erfolgen. Der ursprüngliche Bodenbelag, Pflaster aus Kelheimer Platten aus der Zeit des Kirchenbaus um 1715 über das schon Cosmas Damian Asam gegangen sei, wurde durch aufwändige Arbeit erhalten, „… dazu wurden zeitweise in der Ensdorfer Apotheke alle Spritzen aufgekauft“. Beim Parkettboden in der Sakristei, merkte Architektin Carola Setz an, wurde festgestellt, dass er mit Bitumen auf den Originalboden aufgebracht war. Auch hier sei der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt worden. „Restauratorisch abreiten ist Putzen auf ganz hohem, auf höchstem Niveau,“ hatte Restaurator Stefano Cafaggi bereits in der Sakristei dargelegt.

Vier Etagen im Kirchenschiff  hoch auf dem Gerüst unter den berühmten Asamschen Deckenfresken erläuterte er dies an den Fresken und den prächtigen Stuckarbeiten im Detail. MdB Reinhold Strobl gab sich abschließend überzeugt, „dass vielen Menschen in der Region nicht bewusst ist, welch kulturhistorische Kostbarkeit, welches wertvolle Kleinod die St. Jakobs-Kirche in Ensdorf ist“.