Gottesdienst zum Thema „FREUDE“

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung

Am vergangen Sonntag lud die Pfarrei Ensdorf mit Pfarrer Pater Hermann Sturm zu einem Gottesdienst mit dem Thema „FREUDE“ ein. Dieser wurde musikalisch von der Jugendband „Next Generation“ unter der Leitung von Georg Roidl gestaltet. Lena Donhauser und Johanna Marschall führten durch den Aktionsteil und trugen Tagesgebet, Lesung, Fürbitten und Segensgebet vor.

Zu Beginn spielte die Band das Lied „Herr öffne du mir die Augen“, Pfarrer Sturm begrüßte die Gemeinde und führte sehr beschwingt in das Motto des Gottesdienstes ein.

Von den beiden Leserinnen wurden Aussagen von Jugendlichen aus dem Internet vorgetragen, welche diese mit „Freude“ verbinden. Darunter waren: Heuduft. Zu wissen, dass man gebraucht wird. Eine Breze. Der ganz normale Wahnsinn in der Familie usw.. Es wurde festgestellt, dass merkwürdigerweise dabei nicht der übliche Lottogewinn oder die großen Autos zu finden waren. Anscheinend sind es die einfachen, kleinen Dinge, die wichtig sind und das Leben wertvoll machen.

Die Gottesdienstbesucher wurden eingeladen, auf Zettel zu schreiben, worüber sie sich freuen, was ihnen wichtig ist im Leben. Diesen durften sie dann in eine am Altar stehende Schale legen. Ganz bewusst wurde auf die Zettel ein Blumentopf mit einer blühenden Blume gestellt. Es wurde darauf eingegangen, dass manch einer die Gründe, die auf dem Zettel stehen, vielleicht klein und unbedeutend nennen würde. Aber diese Gründe machen das Leben lebenswert. Sie sind der Grund, der Boden und der Dünger, auf dem das Leben blüht.

Die Band spielte das Glorialied „Hallelujah“ und es folgte das Tagesgebet, mit der Bitte: „Dass Gott uns die kleinen Dinge des Alltags zeigen soll, die das Leben lebenswert machen. Und dass wir die Freude die von ihm kommt, in unserem Leben spüren.“ Nach der Lesung aus Philipper 4,4-7: „Freut euch am Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! ......“ spielten die sechs Musiker und Musikerinnen das Lied „Rooftops“.

Pfarrer Sturm las das Evangelium vor und spannte damit den Bogen zu seiner Predigt: „Setzt Euch und freut Euch!“ forderte er die Gottesdienstbesucher auf und stellte damit klar, dass man Freude nicht erzwingen kann. „Mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und darin die Freude an vielen kleinen Dingen des Lebens zu erkennen wie kleine Kinder, die sich noch über alles freuen können: z.B. einen Stein auf dem Weg, eine Pfütze nach Regen, eine kleine Blume, usw. Er unterstrich diese Beispiele mit den Zitaten: „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ (Antoine de Saint-Exupéry) und „Jeder Tag ohne ein Lächeln, ist ein verlorener Tag“ (Charlie Chaplin).“ Auch der Heilige Don Bosco gehe mit gutem Beispiel voran. Pfarrer Sturm stellte der Gemeinde die Frage worin man das erkennen könne. Prompt kam die Antwort von einer Gottesdienstbesucherin: „Natürlich mit – Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lasen!“

Danach folgten die Fürbitten und zur Gabenbereitung spielte die Band „Ein Licht in dir geborgen“. Zum Sanctus hörten die Gottesdienstbesucher „Gott ist groß“ und das Vaterunser wurde von allen  mit der Band gemeinsam gesungen. Die Musiker begleitete den Friedensgruß mit dem Lied „Jesus be the centre“ und umrahmten die Kommunion mit meditativer Musik. Nach dem Segen folgte das Schlusslied „Du bist der Herr“.

Langer Applaus der Gottesdienstbesucher dankte für die tolle musikalische Gestaltung. Die Freude konnten alle symbolisch in Form einer selbst gebastelten Seerose, welche in einer Schale Wasser ihre Blütenblätter öffnet mit nach Hause genommen werden. Nach dem Gottesdienst konnte man im gemütlichen Teil Snacks und Co genießen.