Vereinskini der FFW Ensdorf

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung

Johann Richthammer, Schön, ist neuer Vereinskini der Freiwilligen Feuerwehr Ensdorf. Nur 15 Gegnern musste er sich stellen. Den Titel errang er mit 94 Punkten beim jährlichen Turnier der Ensdorfer Floriansjünger im Schafkopfen am „Allerweltskirchweih-Samstag“ im edlen Wettstreit.

Johann Richthammer musste beim diesjährigen 24. Titelwettkampf am Kirchweihsamstag die Königswürde 2013 gegen erstaunlicherweise nur 15 weitere Feuerwehrkameraden ankämpfen. „Vizekini“ wurde mit 92 Punkten Manfred Mühlbauer, „Kanzler“ wurde Michael Scharl mit 81 Punkten, „Vizekanzler“ Anton Hofmann mit 80 Punkten. Für alle Teilnehmer am Wettstreit gab es Preise, die von Bierfässern, Würsten und Presssack bis zu Gutscheinen für Benzin oder Torten und Blumen reichten,  sowie eine zünftige Knackwurstbrotzeit. Vorjahreskönig Josef Aichner konnte seinen Titel nicht verteidigen und landete mit 63 Punkten nur auf Rang 12.

Organisator und „Feuerwehrhäuptling“ Richard Reiser dankte den Preisspendern und gratulierte den Siegern. Trostpreis-Empfänger Josef Müller (44 Punkte), erhielt neben einem Kistl Bier einen neuen Satz Schafkopfkarten überreicht – zum Üben! Vielleicht klappt’s ja nächstes Jahr wieder besser.

Für seine „Regentschaft“ wurde „König Johann III.“ in einer kurzen Inthronisationsfeier im neuen Feuerwehrgerätehaus ihm von seinem Vorgänger Josef Aichner die Insignien seiner Macht überreicht: eine goldene Pappkrone mit rautenförmiger weißblauer Fütterung, Szepter (Trichter mit Ofenrohr) und „Vereinsapfel“ (Stoßkugel). „König Johann III.“ muss nun nicht nur schwer an seinen Insignien tragen, sondern auch ein schwieriges Amt ausüben. Schließlich hat ein „Kini“ trinkfest zu sein, muss nächstes Jahr wieder antreten, um seine „Königswürde“ zu verteidigen, eventuell seinen Nachfolger krönen, und als höchste Amtshandlung seiner „Regierungszeit“ das Johannisfeuer und das Feuer beim Erdäpfel- und Baumfallfest entzünden.

Zur „Kini-Vereinsgeschichte“ ist nachzutragen: Frühere „Vereinskini“ waren die bereits verstorbenen Josef Lobenhofer, Hans Frankerl, „Kloster-Schorsch“ Georg Wismeth und Toni Krammer, sowie der Berschneider Gust, Sepp Jäger, Ludwig Hauer sen., der Sperl Sepp, Hans Singer, Hubert Haller, Werner Scharl, Otto Falter, Cliff Thomas,  Ehrenkommandant Karl Sperl und Josef Aichner. Ludwig Hauer jun., Hans Weigl, Reiner Weiß und Konrad Riedl haben bereits zweimal die Königswürde errungen.