Angebot des Treffpunkt Grün erweitert

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung

Seit Mai gibt es in Ensdorf den Regionalladen in der ehemaligen Klostergärtnerei. Der CSU-Ortsverband informierte sich bei einem Besuch über das neben der Treffpunkt Grün - Gemüsemanufaktur neue Standbein des Werkhof Amberg-Sulzbach.

„Vor drei Jahren wurden erste Projektvorstellungen mit Reinhard Lautenschlager, dem Leiter des Werkhof, Jürgen Zach vom Kloster Ensdorf und mir von der Gemeinde besprochen“, informierte Bürgermeister Markus Dollacker. „Erste Ideen entstanden und wurden Stück für Stück verwirklicht.“

„Das Angebot der Treffpunkt Grün – Salat- und Gemüsemanufaktur wurde nun erweitert. In Kooperation mit regionalen Erzeugern und Produzenten werden verschiedene Produkte im neuen Regionalladen angeboten. Aus der Region für die Region“, erklärte Reinhard Lautenschlager. Als erstes Sortiment stehen bereit: regional produzierte Rinder- und Lammsalami, Rinderschinken, Pfefferbeißer aus Lammfleisch, verschiedene regional erzeugte Käsesorten, Dinkel- und Roggenkorn zum Selbstmahlen (aus Naturlandanbau), selbst produzierte Dinkelnudeln, Landbutter, Bio-Eier, Biohonig, geräucherte Forellen, natürlich Gemüse- und Salatpflanzen sowie Topfkräuter aller Art. Demeter-Landgockel gibt es auf Vorbestellung. Sowie saisonal bedingt aktuell Salate, Radieschen. „Biologisch angebaute Gurken und Tomaten gibt es in drei bis vier Wochen ganz frisch aus unserer Salat- und Gemüsemanufaktur, später dann natürlich auch wieder Paprika und alle erdenklichen Gemüse- und Salatarten. Zudem haben wir Bio-Bier, handgefertigte Seifen, Insektenhotels, Körbe und Schüsseln, Deko-Artikel. Außerdem wollen wir das Angebot im Regionalladen noch ausweiten“, so Lautenschlager.

Zurzeit sind 13 arbeitslose Jugendliche aus der Region in Salat- und Gemüsemanufaktur sowie dem Regionalladen beschäftigt. „Unser Ziel ist die soziale Integration von Arbeitslosengruppen. Dafür haben wir Nischenprojekte wie hier in Ensdorf als Beschäftigungsmöglichkeit“, erläuterte Werkhofleiter Lautenschlager den Besuchern. „In Ensdorf haben wir einen neuen Bereich mit dem Jugendarbeitslosenprojekt Gärtnerei und Regionalladen. Da versuchen wir den arbeitslosen Jugendlichen aus einer Scheinwelt zu Realität zu verhelfen. Sie arbeiten hier unter realen Bedingungen. Wir bauen keine Scheinwelten auf, sondern bemühen uns um soziale und berufliche Integration.“

Anschließend führte Lautenschlager durch Regionalladen, Gewächshäuser und Freiflächen.

Bürgermeister Markus Dollacker zeigte sich erfreut, dass „das zarte Pflänzchen Treffpunkt Grün -Salat- und Gemüsemanufaktur um den Regionalladen nun schon zu einer ziemlich stabilen und großen Pflanze gewachsen“ ist. „Der Regionalladen und die Salat- und Gemüsemanufaktur beleben die Einkaufsmöglichkeiten in der Gemeinde.“ Er dankte für die „Informationen vor Ort“ und warb darum, die Angebote auch zu nutzen.

Auf die Auswirkungen der EHEC-Problematik befragt, meinte Reinhard Lautenschlager: „Wir haben eine unwahrscheinlich große Nachfrage nach Salat. Wir verkaufen viel mehr als im vergangenen Jahr. Die Leute fragen schon immer: Wann gibt’s bei euch denn frische Gurken und Tomaten? In drei bis vier Wochen ist es soweit. Wir haben schon vorgesorgt und zusätzlich Gurken und Tomaten gepflanzt.“ Auch die Nachfrage nach Gurken und Tomatenpflanzen ist enorm gestiegen. Lautenschlager vermutet, dass die Verbraucher sensibler für Regionalität und regionale Bio-Produkte geworden sind.

Die Öffnungszeiten für Salat- und Gemüsemanufaktur sowie Regionalladen wurden verlängert: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, am Samstag von 8 bis 13 Uhr. Aktuell informieren kann man sich über die Angebote per E-Mail unter www.werkhof-ambergsulzbach.de oder Tel. 0152 0927 16 17. Adresse: Treffpunkt Grün, Hauptstraße 2b (ehemalige Klostergärtnerei), 92266 Ensdorf.