Wahnsinn, wie die Zeit vergeht

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung, Schule

Sie wechselten an Lichtmess nicht ihre Arbeitstelle und sie mussten auch nicht „gehen“, sondern feierten Geburtstag: Bürgermeister Markus Dollacker seinen 41. und der Rektor der Hauptschule Ensdorf, Siegfried Seeliger, seinen 50. Während dem Bürgermeister ein Stück „Sitzfleisch“ für lange Gemeinderatssitzungen überreicht wurde, feierten Kollegen, Schülerinnen und Schüler den 50. „ihres“ Rektors, „ihres“ Chefs, ganz gehörig mit Spiel und Gesang in der Turnhalle.

Rektor Seeliger, „Baujahr 1960“ hatte als „nicht mehr ganz neu“ mit „altersbedingten Gebrauchsspuren“, „kein Rennpferd, eher Ackergaul“, aber äußerst „zuverlässig und belastbar“ anlässlich des 50. Betriebsjahres zu einer kleinen „Garagenparty“ eingeladen.

Unter dem Motto „Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!“ hatten Schülerinnen, Schüler und Kollegen eine „Checkliste für den Garagen-Stopp“ vorbereitet. Den Anfang machte die Orff-Gruppe unter Leitung von Lehrer Karl Senft mit „Portsmouth“. Dann hätte doch die 5b glatt den Geburtstag „vergessen“ und probte noch schnell ein Lied. Stellvertretende Schulleiterin Lehrerin Helga Gradl und die Schulsprecher unterzogen anschließend das „Schul-Oberhaupt“ der „50er-Prüfung“ auf Tauglichkeit bei Seh-, Merkfähigkeitstest (Telefonnummern) und Geschwindigkeitstest (Dreimal um Besen laufen und rechzeitig bremsen). Die „Achsgelenke“ wurden beim Kartenhausbau überprüft und der „Luftfilter“ beim Kerzenausblasen. Testergebnis: „Allgemeinzustand trotz kleinerer Mängel noch gut.“

Bürgermeister Markus Dollacker überreichte Seeliger die „50er-Plakette“, damit dieser jetzt „altersbedingt“ schneller fahren darf, bevor der Schulchor den „Geburtstagsboogie“ sang. Die Schülersprecher komplettierten die „Schutzausrüstung“ u. a. mit einem Sturzhelm (Er wurde von allen Schülern handsigniert) für den passionierten Motorradfahrer. Abgenommen wurde das Ganze durch „Chef“ Seeliger, der sich bei den Schülern für die tolle Geburtstagsüberraschung zunächst mit einem „Mini-Tischtennisspiel“ bedankte und eine große Tischtennisplatte schenkte. Er versprach, dass diese „ab morgen“ im Seminarraum steht und in der Pause bespielt werden kann.

Nach einer „Klangprobe“ der  Cajones-Trommelbauer der 8. Klasse ging es zum „Auffüllen der Betriebsstoffe und Schmiermittel“ in die Aula. Dort fand auch der „Geschenkewechsel“ statt.