Geschichte

Steinzeit

Steinbergwand

Das Gebiet um Ensdorf war schon in der Altsteinzeit vor 12.000 Jahren besiedelt. Den Beweis dafür ergaben Funde an der Steinbergwand.

Die damaligen Bewohner des Tales waren Jäger und Fischer. Man rechnet sie der Madeleinkultur zu. 

Eine weitere Besiedelung der Steinbergwand wurde für die Zeit von 7000 - 5000 v. Chr. festgestellt. Die Menschen dieser Siedlungsperiode zählen zur mittleren Steinzeit und gehören der Tardenoisienkultur an. Der Grabungsbefund ergab, dass eine zweimalige Besiedelung in dieser Zeit stattgefunden hat.

Es gibt zahlreiche Zeugnisse dafür, dass die Gegend seit der Altsteinzeit eine reiche Besiedlung aufweist.

Erste urkundliche Erwähnung

Die erste Erwähnung von Ensdorf ist in einer Schenkungsurkunde vom Jahre 1028 für das Kloster St. Emmeram in Regensburg enthalten. In dieser Urkunde tritt als Zeuge ein Gottschalk von Ensdorf auf. 

Nahe der Siedlung Ensdorf lag ein kaiserliches Gut, namens Weilenbach (Wilenbach). Über die Größe des Gutes sind wir nicht unterrichtet.Kaiser Heinrich V. übergab im Jahre 1115 Weilenbach an Pfalzgraf Otto IV. von Wittelsbach.

Klostergründung

Kloster Ensdorf mit der Asamkirche St. Jakobus

Pfalzgraf Otto von Wittelsbach war mit Heilika verheiratet, der Tochter des im mittleren Nordgau (der heutigen Oberpfalz) reich begüterten Grafen Friedrich III. von Hopfenohe-Pettendorf-Lengenfeld (Burglengenfeld). Graf Friedrich wünschte eine Klostergründung, die als Grablege für ihn und seine Familie dienen konnte. Durch seinen frühen Tod (1119) konnte er selbst seinen Plan nicht mehr ausführen, aber Pfalzgraf Otto und Heilika führten als Erben der reichen Besitzungen des Grafen dessen letzten Willen aus. 

Über den Umfang der Siedlung Ensdorf zur Zeit der Klostergründung wissen wir nichts. Da jedoch bereits die Pfarrkirche St. Stephan bestand, ist dies ein Beweis dafür, dass die Siedlung Ensdorf nicht als zu klein angenommen werden darf. 

Das Kloster wurde 1121 errichtet, zunächst recht bescheiden. Ein Holzbau war die erste Klosterkirche. Eine Vorstellung davon vermittelt uns die Darstellung des Stifterpaares mit diesem Kirchlein auf dem Stiftergrabmal in der heutigen Pfarrkirche. Der erste Steinbau der Klosterkirche kann auf das Jahr 1180 angesetzt werden und hatte Bestand bis zum Jahr 1695.

Mit dem Bau der heutigen Barockkirche wurde im Jahr 1694 begonnen. Zeitgleich entstanden auch die heutigen Klostergebäude. Das Kloster Ensdorf war von der Gründung 1121 bis zur gewaltsamen Auflösung 1802 ein Benediktinerkloster. Seit 1920 gehört das Kloster zu den Salesianern Don Boscos.

Weitere Informationen zu Pfarrkirche und Kloster finden Sie in der Rubrik Tourismus unter Sehenswürdigkeiten.