„Hühner und Hühnerstall erleben“

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Das Leben von Hühnern interessiert Kinder. Dies bestätigte sich am Mittwoch auf dem Bauernhof der Familie Bösl in Ruiding. „Hühner und Hühnerstall erleben“ stand auf dem Programm des gemeinsamen Ferienprogramms der Gemeinde Ensdorf und des Marktes Rieden. Trotz starken Regens kamen 19 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. „Wir mussten vielen absagen, doppelt so viele hätten kommen wollen“, berichteten Gisela Bösl und Daniela Wüst, die zusammen die Hühner auf dem Bauernhof versorgen.

Hühner fressen eigentlich alles, wussten die Kinder schon. „Die fressen Körner und Gras, Obst, Körner und Gemüse!“ Dass sie auch Muschelschalen fressen war ihnen noch nicht bekannt. „Aber keine Schokolade!“ wusste ein Junge. Erstaunt waren sie aber darüber wie viel ein Huhn an einem Tag so alles zu sich nimmt, um satt zu werden und Eier legen zu können: einen Viertelliter Wasser und 120 Gramm Futter! „Ein Huhn legt dann fast jeden Tag ein Ei“, erzählte ihnen Daniela. „Und zwar im Dunkeln in ein Nest.“ Dass die Hühner wenn es dunkel wird von selbst in ihren Stall gehen und auf der Stange schlafen wussten einige der Kinder schon. Neu war den Kids aber, dass sie sich mit feinem Sand waschen, quasi ein Sandbad nehmen. Dass sie weiße und braune Eier legen wussten alle, dass die Eier aber auch beige, grün und gar rosa sein können, war ihnen neu.

Die 19 Kinder freuten sich, als sie die Hühner der Rassen Maran, Sussex, Grünleger, Sperber sowie die braunen Legehühner füttern durften mit Weizenkörnern und Salatblättern füttern durften. Eifrig pickten die bunten Hühner das willkommene Futter auf. „Da badet sich aber jetzt kein Huhn“, stellten sie fest! Auch den Hühnerstall mit Nestern und Schlafstangen durften sie besichtigen.   

Die Kids erlebten interaktiv Hühnerhaltung zum Anfassen und was Hühner zum Glücklichsein brauchen.

Später verewigten sich die Kinder mit ihren Handumrissen und Namen auf bunt gestrichenen Holzpaletten, die sie als Schattenplätze für die Hühner in deren Freilaufgehege aufstellten. Zum Abschluss des “Hühnernachmittags“ schmeckten als Brotzeit die Butterbrot mit Schnittlauch, Kresse und Gurkenscheiben sowie die gekochten Eier besonders gut. Grüne Kressepflänzchen in mit Gesichtern bemalten Eierhüllen durften alle mit Nachhause nehmen.

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