Naturpark-Ranger Christian Rudolf seit 1. Mai im Amt

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Im Herbst hat die Bayerische Staatsregierung eine neue „Naturoffensive Bayern“ verkündet. Mit im Fokus stand dabei eine deutliche Stärkung der Naturparke – z. B. durch die Förderung von Rangerstellen bei den 19 Naturparken.

Die Naturpark-Förderrichtlinie (LNPR) gibt vor, dass die Ranger in vier Aufgabengebieten tätig sind: Naturschutz und Landschaftspflege, naturbezogene Erholung und Besucherlenkung, Monitoring und Mitwirkung bei naturschutzrelevanten Forschungsaktivitäten sowie vor allem  naturparkspezifische Bildungs- und Informationsarbeit. Gefördert wird dies über das Bayerische Umweltministerium, unterstützt durch die Höhere Naturschutzbehörde der Regierung der Oberpfalz. Die Ranger sollen das „Gesicht des Naturparks“ sein. Dazu gehört, dass es auch bayernweit eine einheitliche Dienstkleidung für die bis zu 60 bayerischen Naturpark-Ranger und –Rangerinnen geben wird. „Die neuen Mitarbeiter werden Besuchern wie Einheimischen die ökologischen Besonderheiten der Region vermitteln und für einen schonenden Umgang mit der Natur werben. Sie sollen Gästen und Einheimischen Natur draußen  erleben lehren“, betonte Isabel Lautenschlager, Geschäftsführerin des Naturpark Hirschwald e. V., bei der Vorstellung von Christian Rudolf als ersten Ranger für den Naturpark Hirschwald. Sie sollen „Mittler zwischen Mensch und Natur“ sein, so das offizielle Motto. Je nach Größe des Naturparks werden nun nach und nach zwei bis vier Rangerstellen pro Naturpark besetzt. Als eher kleinem Naturpark stehen dem Naturpark Hirschwald zwei Rangerstellen zu.

Naturpark-Ranger Christian Rudolf soll sich unter anderem darum kümmern, die bestehenden Kooperationen mit der Naturparkschule Mittelschule Ensdorf und der Naturparkkita SieKids Amberg mit Leben zu erfüllen. Ein weiterer wichtiger Kooperationspartner ist das Fledermaushaus Hohenburg mit seinem Gebietsbetreuer Johannes Pirner. Dieser freut sich schon auf Unterstützung und die Ausweitung der Zusammenarbeit. Bürgermeister Markus Dollacker, Vorsitzender des Naturpark Hirschwald e.V., ist sich einerseits sicher, dass Rudolf das „Gesicht“ des Naturparks sein wird, und andererseits stolz darauf, den richtigen Mann für die Aufgabe des Rangers gefunden zu haben. „Die Ranger sind eine echte Bereicherung für die bayerischen Naturparke. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Christian Rudolf“, sagt Naturpark-Geschäftsführerin  Isabel Lautenschlager. „Dadurch können jetzt auch Themen bearbeitet werden, die vorher aus Kapazitätsgründen liegen geblieben sind.“

Zum 1. Mai hat der 1978 geborene Christian Rudolf die erste Rangerstelle im Naturpark Hirschwald angetreten. Die zweite soll ab 2020 besetzt werden. Er kennt die Region schon seit Kindheitstagen, schließlich ist er in Lengenfeld am Rande des Hirschwaldes aufgewachsen. Der 41-jährige Förster und Berufsjäger ist auch privat mit Jagd, Fischerei und Kanufahren sowie durch seine Wildnisschule schon lange mit dem Naturpark Hirschwald verbunden.

Bilder

Christian Rudolf (2. v.li.) ist erster Ranger des Naturparks Hirschwald. Links Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager. Rechts von ihm Gebietsbetreuer Johannes Pirner vom Fledermaushaus Hohenburg und Ensdorfs Bürgermeister Markus Dollacker, Vorsitzender des Naturpark Hirschwald e. V..