Bürgermeister Markus Dollacker feierte 50. Geburtstag

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Am Samstag feierte erster Bürgermeister Markus Dollacker mit Verwandten, Freunden, Bekannten und Wegbegleitern, Gemeinderäten und Gemeindebediensten sowie viel Politprominenz im Wittelsbachersaal seinen 50. Geburtstag.

Neben dem Riedener ev. Pfarrer Klaus Eberius und seiner Ehefrau, Ensdorfs Pfarrer Pater Hermann Sturm, Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein und Rektorin Helga Gradl von der Mittelschule Ensdorf gratulierten mit Geschenken und guten Wünschen MdB Alois Karl, Landrat Richard Reisinger und Bezirksrat Richard Gaßner auch die Bürgermeisterkollegen aus dem Unteren Vilstal und Lauterachtal Roland Strehl (Kümmersbruck), Josef Gilch (Ebermannsdorf), Erwin Geitner (Rieden), Peter Braun (Schmidmühlen), Florian Junkes (Hohenburg) und Stefan Braun (Kastl). Bevor die Schlacht am Kuchenbüffet begann begrüßte das „Geburtstagskind“ im voll besetzten Wittelsbachersaal seine Gäste mit den Worten: „Es freit mi ganz narrisch, dass Ihr alle gekommen seid!“

Vom Seniorenmosaik des Naturparks Hirschwald hatte Barbara Hernes mit Claudia Schaller eine Torte mit dem Naturparkemblem mitgebracht. Sie assistierten auch Bürgermeister Markus Dollacker beim Anschneiden dieser Geburtstagstorte. 2. Bürgermeister Karl Roppert überreichte im Namen des Gemeinderates „einige Flugscheine in sonnige Gefilde“ Johann Bösl, Vorsitzender des CSU-Ortsverband Ensdorf überreichte ein Tragerl von Dollackers Lieblingsgetränk „Spezi“und auch einige Flugscheine. Stellvertretender CSU-Vorsitzender Klaus Hernes zitierte aus der Schrift „Über die Pflichten des Bürgermeisters“ den Görlitzer Schulmeister, Stadtschreiber, Ratsmann und Schöffe Johannes Frauenburg aus dem Jahr 1476: „Zum ersten und vor allen Dingen soll ein Bürgermeister nach seiner Wahl sich Gott dem Allmächtigen und Maria, der Mutter Gottes, empfehlen, daß er der Allgemeinheit gut vorstehen, Gott zu Lobe und der Stadt zu Ehren, Nutz und Frommen; denn ohne Gottes Hilfe kann er für die Allgemeinheit nichts fruchtbringend vollendet werden“, was ja auf Dollacker und die CSU im Besonderen zutreffe. „Ferner soll ein Bürgermeister achthaben auf seine Ratsmannen, die ihm das ganze Jahr über zur Seite stehen, daß alle in Liebe, Freundschaft füreinander einstehen, daß keiner gegen den anderen seinen Willen durchsetzen will oder jemandem heimlichen Haß trägt. Wenn der Bürgermeister so etwas fühlt, so soll er dem nach bestem Können entgegentreten, damit die Ratmannen nicht parteiisch werden; denn wo solches überhandnimmt, kann nichts Nutzbringendes vollbracht werden.“ Weiter zitierte er, über das Verhalten eines Bürgermeisters gegenüber und mit seinen Räten, dass er sehr darauf zu achten habe, „daß er sich in all seinem Tun so verhalte, daß ihn die Gemeinde mehr liebe als fürchte, doch so, dass er um Gunst, Liebe, Freundschaft, Zorn, Feindschaft, Barmherzigkeit, Neid oder Haß nichts tue, sondern er soll der Gerechtigkeit anhängen und Maß halten und Kenntnisse haben in allen Dingen“. Hernes zitierte noch viele Verhaltensweisen, die nach Frauenburg einem Bürgermeister zu eigen sein müssten. „Sie alle treffen auf Markus Dollacker“, so Hernes, Bis hin zur Forderung: „Ein Bürgermeister soll sich eher einen Tod in Ehren wünschen, ehe er in seiner Amtszeit durch Säumigkeit und Nachlässigkeit in der Stadt Gnaden, Freiheiten und Herrlichkeiten gemindert werden dürfen.“

Ferner überreichte die CSU ihrem Bürgermeister eine Baum- und Wiesenbild des Ensdorfer Künstlers Siegfried Link. Auf diesem mussten sich alle Gäste, die auch zum 60. Geburtstag eingeladen werden wollen, mit Fingerabdruck und Namen verewigen.

Markus Dollacker wurde am 2. Februar 1969 als dritter Sohn des Kfz-Meisters Martin Dollacker und seiner Ehefrau Gertraud in Ensdorf geboren. Er ist ledig. Von 1975 bis 1984 besuchte er die Volksschule Ensdorf, die er mit dem qualifizierenden Hauptschulabschluss beendete. Es folgte die Ausbildung zum Forstwirt. An der Berufsaufbauschule Amberg erwarb er Fachschulreife. Bis 1991 besuchte er die Berufsoberschule in Landshut mit dem Abschluss der fachgebundenen Hochschulreife. 1991/92 leistete Dollacker seinen Wehrdienst in Kümmersbruck. Dann folgte das Studium der Forstwirtschaft an der Uni München, das er 1997 als Diplom-Forstwirt abschloss, sowie ein Aufbaustudium Vermessung und Kartografie an der Staatsbauschule München mit dem Abschluss Bachelor.

Dollacker ist seit 1994 Mitglied der CSU, seit 1996 Kreisrat im Landkreis Amberg-Sulzbach und Gemeinderat in Ensdorf; seit Mai 2008 erster Bürgermeister der Gemeinde Ensdorf.

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