Pläne der Gemeindejugendpflegerin vorgestellt

| Hans Babl | Mittelbayerische Zeitung

„Seit 10. Dezember arbeitet mit Dienstsitz im Bildungshaus des Klosters Gemeindejugendpflegerin Helena Schubert. Sie werden nun erfahren, was sie vorhat“. So begrüßte Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein im kleinen Konferenzraum des Klosters den Bürgermeister der Gemeinde Kümmersbruck Roland Strehl, des Marktes Rieden Erwin Geitner und der Gemeinde Ensdorf Markus Dollacker. Ob jedoch die Erwartungen der drei Gemeinden erfüllt werden könnte, so Pater Liebenstein, sei bei dem begrenzten Zeitrahmen dahingestellt.

Helena Schubert aber ging gleich in die Vollen: Sie habe sich bereits ein erstes Bild gemacht, „erste Kontakte habe ich mit der DJK Ensdorf und in einer Gemeinderatssitzung geknüpft“. Viel geschehe bereits in den Gemeinden, habe sie feststellen können, bis jetzt funktioniere das schon gut, aber „ich werde für alle unterstützend tätig sein“. So werde sie sich bei den Vereinen der drei Gemeinden vorstellen, den ihr langfristiges Ziel sei es, die Vereine in den Gemeinden besser zu vernetzen, auch Parallelangebote anzubieten um die Jugendarbeit der drei Gemeinden zu stärken. Als Jugendpflegerin, mit insgesamt 29 Wochenstunden 20 Stunden für Kümmersbruck, fünf Stunden für Rieden und vier Stunden für Ensdorf zuständig, habe sie folgende Ziele und Aufgaben vor Augen: Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit Tätigkeiten der Koordination, Planung, Unterstützung und Initiierung zu übernehmen, „denn die soziale Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien sowie die Familienfreundlichkeit sind wichtige für deren Attraktivität und Zukunftsfähigkeit“. Weiter gehe es ihr darum, für die Kinder- und Jugendarbeit optimale Voraussetzungen in den Gemeinden zu schaffen und zu fördern, „denn die Gemeindejugendarbeit leistet einen unverzichtbaren Beitrag zu zentralen gesellschaftlichen Aufträgen wie etwa der Begleitung und Förderung junger Menschen und der Unterstützung des Ehrenamts“. Ihre Arbeit, hob Gemeindejugendpflegerin Helena Schubert hervor, sehe sie als Unterstützungs- und Hilfsangebot für die Akteure in den Vereinen und Organisationen „um sie zu stärken, zu fördern und wertzuschätzen“. Deshalb biete  sie allen Beteiligten  Informationen zur Lebenssituation vor Ort, zur Jugendarbeit und ihren Themen, zu einschlägigen Gesetzen und Vorschriften sowie Fördermöglichkeiten an, „wie etwa die Beratung bei der Überarbeitung ihres Jugendkonzepts oder zur rechtlichen Absicherung im Vereinsalltag“. Da sie im Kontakt mit den Jugendbeauftragten der drei Gemeinden, mit der Kommunalen Jugendarbeit, mit dem Kreisjugendring und der Schulsozialarbeit in Kümmersbruck stehe, sei ihr langfristiges Ziel eine bessere Vernetzung und Stärkung der Kooperation der Jugendarbeit innerhalb der drei Gemeinden aber auch interkommunal. Bisher eingeleitete Maßnahme ihrer Arbeit, so die Gemeindejugendpflegerin, sei in der Gemeinde Kümmersbruck die Suche nach Räumen, die sich als Jugendtreff anböten. Weiter sei für die Sommerferien in Kooperation mit dem Bildungshaus des Klosters eine Überraschungswoche geplant. Dabei sehe sie als großen Vorteil, die Ressourcen des Klosters und seiner Umweltstation für alle drei Gemeinden nutzen zu können.

Helena Schubert, geboren 1994, ist in der evangelischen Jugend  groß geworden. Nach Besuch der Grundschule in Kümmersbruck, machte sie 2012 am Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium in Amberg ihr Abitur, studierte an der Uni Erlangen Pädagogik und Soziologie mit dem Abschluss Bachelor of Arts und an der Uni Bamberg Erziehungs- und Bildungswissenschaften mit Schwerpunkt Soziale Arbeit, Abschluss Master of Arts. Seit 2008 ist sie ehrenamtlich bei der Evangelischen Jugend in der Paulaner-Gemeinde in Amberg für Gruppenstunden, Ferienfreizeiten, Betreuung von Jugendleitern sowie Konfirmandenwochenenden engagiert. Praktika leistete bei der Kommunalen Jugendarbeit Amberg-Sulzbach, der Erziehungs-, Jugend- und Familienratungsstelle Amberg, der Kolping-Jugendarbeit Amberg in den Bereichen Vormundschaft unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge und Hilfen zur Erziehung, im Sozialpsychiatrischen Zentrum Amberg im Bereich des Ambulanten Betreuten Wohnens, beim Jugendamt der Erzdiözese Bamberg im Referat Schülerseelsorge bei der Planung und Durchführung von Kennenlern- und Besinnungstagen zu jugendrelevanten Themen sowie Motivationstraining. Honorartätigkeiten übte sie bei der Berufsberatungsstelle Dynamo Bamberg bei der Durchführung von Berufsorientierungscamps mit Mittelschulklassen, beim Jugendamt der Erzdiözese Bamberg mit der Planung und Durchführung von Seminaren mit Schulklassen aller Schulformen zu jugendrelevanten Themen und bei der Jugendbildungsstätte Burg Falkenstein  in Ebermannstadt bei der Abwicklung von außerschulischen Kinder- und Jugendbildungsmaßnahmen aus.

Als ihre Stärken nennt Jugendpflegerin Helena Schubert Teamfähigkeit, ihre freundliche und offene Art, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Kreativität und Empathie.