Bewerbungstraining in der Mittelschule

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Gespannte Nervosität war im Klassenzimmer der Neuntklässler zu spüren. Der Grund hierfür waren die anstehenden Vorstellungsgespräche mit den Wirtschaftsjunioren Amberg-Sulzbach. Bewerbungstraining wurde bereits in der achten Klasse gemacht - sowohl im Unterricht als auch beim Arbeitsmarktseminar in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen.

Aber mit den Wirtschaftsjunioren war es doch etwas ganz anderes, führen diese in ihrer täglichen Arbeit doch reale Vorstellungsgespräche. Die Bewerbungsmappen wurden bereits im Vorfeld abgegeben und einer genauen Prüfung unterzogen. Voller Spannung suchten die Schüler die jeweiligen Räume auf, in denen die Wirtschaftsjunioren Bernhard Reif (IHK, WJ-Geschäftsführer), Markus Staufer (Staufer-Bau) und Wolfgang Widmann (Wolfgang Widmann Systementwicklung, WJ-Vorstandssprecher) warteten.

Erleichterung war den Jugendlichen nach dem Gespräch anzukennen. Die einhellige Meinung der Schülerinnen und Schüler war, dass sich die Aufregung schnell gelegt habe. Sie haben wertvolle Tipps bezüglich ihrer Bewerbungsmappen und des persönlichen Auftretens bekommen, die sie auf jeden Fall beherzigen wollen. Vielen Jugendlichen wurde auch die Angst vor einem Vorstellungsgespräch genommen. „Wenn man sich gut darauf vorbereitet hat, kann man guten Gewissens reingehen. Das Gespräch ist sehr gut verlaufen und am Ende der Besprechung hat er eigentlich nur Positives gesagt. Wenn man es gut macht, vergeht die Zeit auch sehr schnell“, so die Meinung einer Schülerin.

Die Neuntklässler erkannten, wie wertvoll eine gute Vorbereitung ist - angefangen bei der Bewerbungsmappe bis hin zur angemessenen Kleidung, nicht zu vergessen eine intensive Recherche über den Betrieb und Nachdenken über mögliche Antworten im Vorfeld des Gesprächs.

Ebenso bereichernd war die anschließende Nachbesprechung der Wirtschaftsjunioren mit Klassenleiterin Helga Gradl. Gegenseitig wurden Informationen von „Wirtschaft“ und „Schule“ ausgetauscht. Beide Seiten finden das Bewerbungstraining als sinnvolle Ergänzung zum Unterricht und wollen es beibehalten. Erfreut war Rektorin Gradl darüber, dass die Wirtschaftsjunioren sehr zufrieden waren mit den Bewerbungsmappen und dem Auftreten der Schülerinnen und Schüler. Der Bewerbung nach einem Ausbildungsplatz steht nun nichts mehr im Wege.

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