18 Kinder gingen zur Erstkommunion

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Am Sonntag gingen in der neu renovierten Pfarrkirche St. Jakobus zehn Mädchen und acht Buben der Pfarrei St. Jakobus zum ersten Mal zum Tisch des Herrn. Die Feier für die Erstkommunion der 18 Kinder wurde vom Kinder- und Jugendchor Poppenricht musikalisch gestaltet. Kinder und Eltern übernahmen verschiedene Texte.

Neben der Schule waren die Kinder von Gruppeneltern vorbereitet, bei Beichtgesprächen und Kindergottesdiensten auf die Eucharistie hingeführt worden. Für die Eltern hatte es mehrere Elternabende gegeben, in denen religiöse Themen und praktisch-organisatorische Punkte besprochen wurden. 

Feierlich zogen die 18 Erstkommunikanten in einer kleinen Prozession in einheitlichen langen weißen Gewändern in die Pfarrkirchekirche. Voran die Ministranten mit dem Kreuz, am Ende Pfarrer Pater Hermann Sturm. „Lobe den Herren“ sangen alle zu Beginn. Der Geistliche begrüßte alle zur Feier „Regenbogen - buntes Licht“. „Stell dich in die Sonne wurde vor dem Entzünden der gesegneten Erstkommunionkerzen gesungen, danach „Ein Licht geht auf“, bevor das Taufversprechen erneuert wurde. Die Erstkommunikanten sangen ihr Leid: „Regenbogen – buntes Licht, deine Farben sind das Leben. Gott verlässt die Erde nicht, hat sein Zeichen uns gegeben …“

In seiner Predigt erklärte Pfarrer Sturm, dass Gott beim Abendmahl mit den Menschen einen ewigen Bund geschlossen hat. Dabei habe er den unglaublichen Satz gesprochen: „Das ist mein Leib das ist mein Blut. Nehmt und trinkt, das ist der neue und ewige Bund.“ Dabei der Zusatz: „Tut dies, wenn ihr zusammenkommt, zu meinem Gedächtnis.“ Gott wolle uns ganz nahe kommen, sich selbst in diesem Lebenszeichen uns schenken. Der neue ewige Bund ist ein ausdrückliches und sichtbares Zeichen seiner Liebe bis zum heutigen Tag.“ Ausdrücklich wies Pfarrer Sturm auf das „Geheimnis des Glaubens “ bei der Wandlung in der Eucharistiefeier und dessen Bedeutung hin.

„Aber wie sieht es mit unserem Glauben aus? In unserem Alltag“ fragte der Geistliche. „Er muss den Alltag durchdringen“, gab er selbst die Antwort. Und an die Eltern gerichtet: „Ihr steht in der Verantwortung durch euer Leben, euer Vorleben des Glaubens, euere Kinder zu Gott, zu Jesus Christus, dem Licht des Lebens, zu führen. Ihr sollt ihnen Licht und Wegweiser sein!“ Allerdings könne man überzeugend weitergeben, was man selbst besitze und wertschätze. Man solle sich fragen, ist mir, ist uns Jesus wirklich noch wert und wichtig? Leider aber sei dies vielfach nicht so. Vielen erscheine der Glaube, die Kirche, kirchliches Leben antiquiert und fremd, viele hätten keine Bezug mehr dazu, hätten es abgelegt wie ein altes unpassendes Kleid.

In der Erstkommunionfeier gehe es um das Wesentliche, ja um alles. Christus wolle nicht nur Licht der Welt, sondern ganz bei uns sein in einer einmaligen, wunderbaren und doch ganz schlichten, lebensnahen Weise, nämlich in Brot und Wein. Ich bin das Brot des Lebens – ich schenke mich euch hin, ich gebe mich euch als Fleisch und Blut, habe er gesagt als Geschenk des Abendmahles, erklärte

Pfarrer Sturm und rief auf zu „Nachdenken, Nachbesinnen und Neuanfang auf Christus, auf seine Botschaft, auf unseren Glauben“. „Hören wir auf seinen Ruf, öffnen wir ihm unsere Tür, unser Herz. Er will sich in Brot und Wein uns schenken, für uns da sein – welch ein göttliches Geschenk, welch ein Geheimnis des Glaubens!“

Als Erinnerungsgeschenk bekamen die Erstkommunikanten ein Kreuz mit dem Regenbogen Gottes. Kinder und Eltern sprachen Fürbitten, Erstkommunionkinder brachten in einer Prozession Gaben zum Altar. Am Ende der Eucharistiefeier, in der 18 junge Christen erstmals den Leib des Herrn empfingen, sangen alle zum Dank: „Großer Gott, wir loben dich!“ Bei einer Dankandacht für diesen Tag wurden am späten Nachmittag religiöse Gegenstände gesegnet und das Opfer für Kinder in der Diaspora abgegeben.

Bilder

Andächtig hielten die Erstkommunikanten ihre Kerzen
Die 18 Erstkommunikanten der Pfarrei Ensdorf mit Pfarrer Pater Hermann Sturm (li), Rektorin Christine Kölbl und Lehrerin Weitzer