Bürgerversammlung in Wolfsbach 2017

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Wolfsbach.de, Mittelbayerische Zeitung, Gemeinde

„Die Gemeinde Ensdorf hat zurzeit 2319 Personen mit Haupt- und Nebenwohnung, 1525 in Ensdorf, 551 in Wolfsbach und 243 in Thanheim, jeweils mit Ortsteilen“, so Bürgermeister Markus Dollacker am Donnerstag bei der gut besuchten Bürgerversammlung in Wolfsbach im Gasthaus Schützenheim. Die Bürgerversammlung in Ensdorf findet am Donnerstag, 9.3., um 19 Uhr im Dietz und in Thanheim am Freitag, 17.3., um 19 Uhr im Gasthaus „Zur Dorfschmiede“ statt.

Im Gemeindebereich Ensdorf wurden im vergangenen Jahr 15 Kinder geboren, fünf Buben und zehn Mädchen. Sterbefälle waren 29 zu verzeichnen, elf Männer und 19 Frauen. Neun Paare haben in Ensdorf die standesamtliche Ehe geschlossen.

Die Gemeindefläche beträgt 61,0372 Quadratkilometer, fast104 Kilometer Gemeindestraßen sind zu betreuen. In der Verwaltung sind fünf Angestellte, davon zwei Halbtagskräfte beschäftigt, im Bauhof sind drei Stammarbeiter tätig. Des Weiteren ist noch eine Raumpflegerin beschäftigt.

Im Haushaltsjahr 2016 wurden im Verwaltungshaushalt 3,697 Millionen Euro vereinnahmt und 2,787 Millionen ausgegeben. Bleibt ein Plus von 910000 Euro. Im Vermögenshaushalt betrugen die Einnahmen 1,053 Millionen Euro, denen 403000 Euro an Ausgaben gegenüberstehen. Dies ergibt ein Plus von 650000 Euro. Welche der allgemeinen Rücklage zuführt wurden. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und Grundsteuer B betragen unverändert 300 von Hundert, für die Gewerbesteuer 320 von Hundert. Zum Jahresende 2016 betrug der Schuldenstand der Gemeinde Ensdorf  1,676 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 764 Euro entspricht. Im Jahr 2015 betrug sie noch 1006 Euro. Die Personalkosten für das Jahr 2016 betrugen 552000 Euro für alle Beschäftigten und ehrenamtlich Tätigen. An Zinsen wurden 59500 Euro bezahlt. Die Tilgung betrug 29500 Euro.

Bei der Grundsteuer A sind 38500 und Grundsteuer B 125100 Euro im Jahr 2016 eingenommen worden. Bei der Gewerbesteuer ist ein Betrag von 660700 Euro eingegangen. Der Ansatz im Haushaltsplan betrug nur 248000 Euro. Dies sind Mehreinnahmen von 412700 Euro. Aufgrund der hohen Gewerbesteuereinnahmen musste entsprechend mehr Gewerbesteuerumlage entrichtet werden. Sie stieg gegenüber dem Haushaltsansatz  von 50000 auf136700 Euro. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beträgt 1,140 Millionen Euro. An Schlüsselzuweisungen wurden insgesamt 604000 Euro eingenommen. Für Hundesteuer gingen 2200 Euro ein. Ab dem Jahr 2017 beträgt die Hundesteuer je Hund 40 Euro, also sind hier künftig wesentlich Mehreinnahmen zu erwarten. Als Konzessionsabgabe erhielt die Gemeinde vom Bayernwerk 53200 Euro. An Gebühren, Miet- und Pachteinnahmen wurden 118000 Euro eingenommen, allein 81300 Euro für Schulhausmiete vom Schulverband Ensdorf.

„Dem gegenüber stehen Ausgaben in Form der Kreisumlage in Höhe von 772000 Euro (Vorjahr 790600 Euro!). Die Kreisumlage wurde mit einem Hebesatz von 43,00 Prozent-Punkten errechnet (Vorjahr 44,40 Prozent)“, berichtete Bürgermeister Dollacker. An Schulverbandsumlagen musste für Ensdorf ein Betrag von 78800 Euro und für Rieden 143000 Euro aufgebracht werden. „Wir gaben für unsere Schüler somit einen Gesamtbetrag von 221800 Euro aus. Das sind sie uns wert!“ erklärte Bürgermeister Dollacker.

Für die Jugendförderung im Gemeindebereich wurden insgesamt 5080 Euro ausgegeben. Davon erhielt  die DJK 3980 Euro, 700 Euro die Pfadfinder und 400 Euro die Edelweißschützen Wolfsbach. An Zuschüssen für die Personalkosten des Kindergartens Ensdorf wurden 497000 Euro ausbezahlt. Dies sind 80 Prozent der Personalkosten (Anteil 40 Prozent Gemeinde, 40 Prozent Landkreis). 20 Prozent trägt die Katholische Kirchenstiftung.

Für Straßenunterhalt wurden 40500 Euro aufgebracht. Hier enthalten sind Winterdienst, Reparatur der der Straßen, Schotter, Grabenreinigung, Verkehrsschilder. Die Vergießung von 5000 Metern Asphaltrissen kostete 7800 Euro. Der Zweckverband Abwasserbeseitigung „Unteres Vilstal“ hat eine Betriebskostenumlage von 68700 Euro und eine Investitionsumlage von 1100 Euro festgelegt. Die Einnahmen an Kanalgebühren betrugen 132500 Euro, an Wassergebühren 121000 Euro. Der Kubikmeterpreis für Wasser liegt bei 1,19 Euro plus 7 Prozent Mehrwertsteuer, für Kanal 1,59 Euro je Kubikmeter. Für Reparaturen an der Wasserversorgung kosteten 13800 Euro. Enthalten sind elf Wasserrohrbrüche (neun in Ensdorf und zwei in Thanheim).  

Für die Feuerwehren Ensdorf, Wolfsbach und Thanheim wurden 27600 Euro für Geräteausstattung, Material und Schutzausrüstungen ausgegeben. „Die Feuerwehren sind somit auf dem neuesten Stand, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten“, betonte der Bürgermeister. „Aufgrund eines Unfalls mit dem Ensdorfer Feuerwehrfahrzeug LF8 musste dieses ersetzt werden. Als Übergangslösung konnte ein gebrauchtes LF8/6 der Feuerwehrschule Regensburg bis 31 Juli 2018 für monatlich 110,00 Euro angemietet werden. Zusätzlich wurden vier Steckleiteroberteile und drei Schlauchkörbe für 1200 Euro beschafft.“ Da unabhängig davon der Spreizer der FFW Ensdorf nicht mehr einsetzbar war, wurde ein neuer kompletter Rettungssatz (Spreizer, Rettungszylinder und Pumpenaggregat) für 21800 Euro gekauft.

„Als Betrag zum EU-Life + Projekt ‚Große Hufeisennase’ des Naturpark Hirschwald hat die Gemeinde 2000 Euro bezahlt“, berichtete Dollacker weiter. „Für die sechs Spielplätze mussten die Hinweisschilder ‚Kinderspielplatz’ für 580 Euro erneuert werden. Hinzu kamen kleinere Reparaturen für 1400 Euro.“ 

Der Hochwasserdamm an der Schwandorfer Straße wurde inzwischen für insgesamt 200000 Euro fertig gestellt. Zum Baugebiet „Dienstleistungszentrum Don Bosco/Edeka-Verbrauchermarkt konnte Bürgermeister Dollacker „nichts Neues berichten“. „Das ganze ist noch in der Abstimmung, ich hoffe aber zuversichtlich mit einer Eröffnung des Verbrauchermarktes Ende 2018.“

Für die Friedhöfe Ensdorf und Wolfsbach wurden 8700 Euro bezahlt. Für einen Freischneider mussten 1500 Euro als Ersatz ausgegeben werden. Zusammen mit der Gemeinde Ebermannsdorf und dem Markt Rieden wurde gemeinsam eine Rüttelplatte angeschafft. Anteil Gemeinde Ensdorf: 3100 Euro. Außerdem schaffte Ensdorf eine Funkraupe mit Mulchkopf für 44400 Euro an. Dieses Gerät soll den Bauarbeitern die Mäharbeitern erleichtern und sie sicherer machen. Zwei Luftentfeuchter für das Wasserhaus Ensdorf kosteten je 1600 Euro. Kleinere Grundstückskäufe wurden für 7700 Euro getätigt, berichtete der Bürgermeister.  

Einstimmig war vom Gemeinderat der Bau einer zweigruppigen Kinderkrippe beschlossen worden. Bisher fielen 25800 Euro an. Die Gesamtkosten belaufen sich auf voraussichtlich 976000 Euro, wovon 712000 Euro Zuschuss zu erwarten sind. „Der Abriss des so genannten Lobenhofer-Hauses ist erfolgt. Mit dem Bau wird voraussichtlich im Sommer begonnen, so das am mit einem Bezug zum Kindergartenjahr 2018/2019 rechnen kann“, erklärte Bürgereister Dollacker. „Des Weiteren ist ein barrierefreier Verbindungsbau zwischen der neuen Kinderkrippe und dem bestehenden Kindergarten in Auftrag gegeben worden. Die Kosten dafür betragen 115000 Euro, 102900 Euro gibt es dafür an Zuschuss.“  

„Für die Breitbanderschließung wurden bisher 11900 Euro ausgegeben. Die Erschließung soll noch heuer beginnen. Die erste Ausschreibung ergab für den Hauptausbau Kosten von etwa 770000 Euro, wovon nach Zuschuss vom Freistaat Bayern und der Übernahme des größten Teils der Deckungssumme durch die Telekom ein Eigenanteil der Gemeinde von knapp 54000 Euro bleiben. Die Planungen für den nächsten zweiten Schritt laufen gerade, z. B. für Dornberg, Langenwies, Rannahof, Schabenhof, Ruiding, Seidlthal, Ober- und Unterbernstein. Dort wird Glasfaser bis zur Grundstücksgrenze verlegt, in den Ortsteilen Thanheim, Hirschwald und Leidersdorf, deren Glasfaserausbau vorbereitet. Abgeschlossen soll die Breitbandverkabelung der Gemeinde Ensdorf Ende 2018 sein“, informierte Dollacker die Bürger.     

Für den Fortbestand des Schotterwerks und die Bauschuttdeponie der Firma Pongratz in Wolfsbach ist eine gehobene wasserrechtliche Erlaubnis zum Einleiten von Abwasser/Niederschlagwasser aus der gemeindlichen Kanalisation in die Vils nötig. Im Zuge der Planung wurde eine Rückhaltung mit Absetzbecken gefordert. „Dies oll an der Vilstalstraße gegenüber der Leonhardikapelle errichtet werden. „Die geschätzten Kosten liegen nach Information des Bürgermeisters bei etwa 200000 Euro.

Eine erfreuliche Nachreicht: „In der Gemeinde Ensdorf werden zwei freizugängliche Bayern-WLAN Hotspots eingerichtet“, verkündete Bürgermeister Markus Dollacker. „Einer wird am gemeindlichen –Teil der Klosteranlage sein und soll auch den Wittelsbachersaal mitversorgen, der zweite wird am Feuerwehrgerätehaus Wolfsbach am Vilstalradwanderweg errichtet. Beide werden noch heuer in Betrieb genommen. Dollacker informierte auch über das „Landschaftskino“ am Jurasteig unterhalb des Kalvarienberges bei Ensdorf mit dem „herrlichen Blick auf Ensdorf und seine malerische Landschaft“.

Der Kinderspielplatz am Moosbergweg in Ensdorf wird für 20000 Euro komplett erneuert mit neuen Spielgeräten vor allem für Kleinkinder neue Spielgeräte. Die Geräte sind bereits beschafft. Jetzt werden die alten Geräte abgebaut und die neuen aufgestellt, so dass der neu gestaltete Kinderspielplatz bis spätestens den Sommerferien genutzt werden kann.      

Bürgermeister Dollacker dankte abschließend allen Funktionären in allen Vereinen für ihre ehrenamtliche Arbeit, die einen „unschätzbaren Wert“ darstellen. „In den Vereinen sind unsere Bürger und vor allem unsere Jugendlichen gut aufgehoben und betreut. Vor allem danke ich auch allen Feuerwehrkameraden, die das ganze Jahr über Tag und Nacht für den Dienst am Nächsten zur Verfügung stehen.“ Sein Dank galt aber auch seinen Mitarbeitern in Verwaltung und Bauhof.

Bilder

Bürgermeister Markus Dollacker bei seinem Bericht bei der Bürgerversammlung in Wolfsbach.