Neue Sitzgelegenheiten im Kloster

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Die Bayerischen Staatsforsten stifteten Holz und fertigten neue Sitzgelegenheiten. Motto: „Aus der Region – für die Region“. Acht eigenproduzierte Sitzbänke für gemütliche Abende am Lagerfeuer oder spannende Seminare im Haus der Begegnung stehen nun im Klostergarten. Niemand mehr muss sich damit die Beine in den Bauch stehen, jeder kann sich auf urnatürlichen Sitzelementen niederlassen.

„Holz und frische Luft besitzen nach wissenschaftlichen Studien zufolge die Fähigkeit, den Herzschlag zu senken und die Gehirnaktivität anzuregen“, so Thomas Verron, Forstbetriebsleiter Bayerische Forsten Burglengenfeld. Aus diesem Grund finden im Klostergarten zahlreiche Seminare und Diskussionen mit jährlich rund 13000 Jugendlichen unter freiem Himmel statt.

Die dafür nötigen Sitzgelegenheiten wurden von den Bayerischen Staatsforsten Forstbetrieb Burglengenfeld „aus eigener Produktion“ zur Verfügung gestellt. Der für Ensdorf zuständige Revierförster Robert Werner ließ dazu das benötigte Holz aus heimischen Fichten einschlagen und lagern. So hatten die rund 100-jährigen Fichten genug Zeit um auszutrocknen und weiterverarbeitet zu werden.

„Dass unsere Forstwirte Bäume nicht ‚nur’ umschneiden, sondern diese auch ‚veredeln’ können, beweisen die Auszubildenden der Forstbetriebs Burglengenfeld“, so Werner. Unter fachmännischer Aufsicht von Forstbetriebsmeister und Ausbilder Jonas Hofmann wurden die Fichten Ende März im Wald aufgeschnitten und gehobelt. „Die Fußteile wurden aus witterungsbeständigem Lärchenholz gefertigt, da Fichtenholz bei Bodenkontakt schneller verfaulen würde“, erklärt Jonas Hofmann.

Geschafft und stolz auf ihre Arbeit, hatten sich die Auszubildenden Forstwirte eine redliche Brotzeit verdient und wünschten den Seminarteilnehmern im Klostergarten viel Spaß mit und auf der geleisteten Arbeit. Schnell wurden die neuen Bänke von Jugendlichen in Beschlag genommen.

Umweltstationsleiterin Ute Meindl-Kett zu den neuen Sitzgelegenheiten im Freien:

  • Die neuen Sitzbänke, die von Auszubildenden geschaffen wurden, werden beim Haus der Begegnung nachhaltig genützt und geschätzt. Sie wurden in der Region mit Materialien der Region gebaut und belasten die Umwelt nicht, wenn sie in vielen Jahren bei uns ausgedient haben.
  • Sie fügen sich den Klostergarten wunderbar und natürlich ästhetisch ein - laden ein zum Verweilen, Ausruhen, als Treffpunkt für Jung und Alt. Die Aktion bringt „d’ Leit z’samm“, wo Vernetzung und Kooperation geschieht und gepflegt wird, wofür wir vom Kloster Ensdorf sehr dankbar sind!

Bilder

Die Arbeit ist vollbracht.
Auf den neuen Holzbänken v.li. Pater Josef Wenzl, Revierförster Robert Werner, Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein, die Leiterin der Umweltstation Kloster Ensdorf Ute Meindl-Kett, Forstbetriebsleiter Thomas Verron und Richard Schecklmann, Bereichsleiter beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.