40-jähriges Gründungsfest der Schnupfer

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Ein Prominentenschnupfen beim 40-jährigen Gründungsfest des Ensdorfer Schnupferclubs musste zwar wegen „mangelnder Beteiligung, Gewitters und Starkregen ausfallen, dafür zapfte am Vormittag Schirmherrin Elisabeth Gürke mit nur gekonnten Schlägen das erste Fass Bier süffigen Bischofshofbier „ohne nur einen Sprutz des edlen Saftes an.

Man merkte halt, dass sie früher Wirtin, die erste Vereinswirtin des Jubelclubs war! Oh zapft is’! verkündeten bei strahlendem Sonnenschein die „Drei Schnarrendorfer“ (Michael Köppl, Akkordeon und Gesang, Alfred Kerschner, Tenorhorn sowie Dieter Rumm „Gschmadera“, Gesang und Gitarre)  aus Haselbach, die zum Frühschoppen „ohne Strom“ gekonnt und zünftig ausspielten. Bald gieß es „Die Krüge hoch! Ein Prosit der Gemütlichkeit!“ Und später erscholl von den Musikanten: „Jesses, ham mir an Durscht!“ Dem und der Besucher halfen die fleißigen Helfer des Schnupferclubs schnell ab. Keiner musste verdursten. Keiner verhungern, Dafür sorgten riesige Grillfische, knackige Bratwürste, saftige Steaks, würziger Käse und schmackhafter Käse, Kaffe und leckere selbstgebackene Kuchen.

Leider kam nachmittags ein kräftiges Gewitter auf, prasselte der Regen „wie aus Kübeln“ auf das Volk, das sich schnell ins Festzelt im Rathausgarten „verkroch“. Bürgermeister Markus Dollacker betonte, dass „bei den Schnupfern Kameradschaft groß geschrieben“ wird, sie immer „gut drauf“ sind, sich „ für Gemeinde und die Mitbürger immer da sind, wenn man sie braucht“. Vorsitzender Arnold Hiltl begrüßte die zahlreichen Gäste uns überreichte dem Schirmherrnehepaat Hans und Elisabeth Gürke Vereins-T-Shirts.

Hans Gürke betonte, dass Verein viele aktive Mitglieder mit Begeisterung habe, die auch eine „Visitenkarte der Gemeinde“ seien, wünschte weiterhin „alles Gute und eine erfolgreiche Zukunft“. Als ehemalige Vereinswirtin bezeichnete es Schirmherrin Elisabeth Gürke als „besondere Ehre“, die Schirmherrschaft des Jubelfestes übernehmen zu dürfen, gratulierte zu „ 40 Jahren erfolgreiche Vereinsarbeit“. Der Schnupferclub Ensdorf könne auf vier Jahrzehnte aktives Vereinsleben zurückblicken, „darauf stolz sein und kräftig feiern“. Durch viel Begeisterung sei der Schnupferclub zu einem „festen Bestandteil des Vereinslebens“ geworden. „Der unermüdliche Einsatz der Vorstände und Mitglieder brachte Anerkennung auch weit über die Grenzen Ensdorfs hinaus. Der Schnupferclub ist damit auch eine Visitenkarte für die Gemeinde Ensdorf geworden und fördert das bayerische Brauchtum“, betonte die Schirmherrin. Darüber hinaus erfülle der Verein auch wichtige soziale Funktionen, führe Menschen aus verschiedenen Generation und Berufen freundschaftlich zusammen, lasse Geselligkeit und Kameradschaft nicht zu kurz kommen. „Dem Schnupferclub Ensdorf ist es über viele Jahre hinweg gelungen, diese Grundlagen mit Erfolg zu vereinen“, erklärte Elisabeth Gürke, wünschte fröhliche Stunden in geselliger Runde bei „Gut Pries!“

Dem folgten die Ensdorfer Schnupfer und ihre Gäste bis in den späten Abend zu Musik und Stimmung des Alleinunterhalters Michael Köppl.

Anwesend waren beim 40-jährigen Gründungsfest des Schnupferclubs Ensdorf folgende Gründungsmitglieder: Anni Fleischmann, die Schirmherren Elisabeth und Hans Gürke, Josef Hammer, Ludwig Hauer, Maria und Arnold Hiltl, Marianne und Georg Hiltner, Gerhard und Margarete Krause, Carola und Robert Lang, Karl Roppert, Franziska, Waltraud, Georg und Hugo Schwendner.

Bilder

Gekonnt zapfte Schirmherrin Elisabeth Gürke das erste Fass an: „O’zapft is!“ Von links Braumeister Wolfram Seebauer, Schirmherrin Elisabeth Gürke, Bürgermeister Markus Dollacker, Vorsitzender Arnold Hilt, Schirmherr Hans Gürke.
„Ein Prosit der Gemütlichkeit!“ V. li. Braumeister Wolfram Seebauer, das Schirmherrenehepaar Hans und Elisabeth Gürke, Bürgermeister Markus Dollacker und Vorsitzender Arnold Hiltl.
Die „Drei Schnarrendorfer“ spielten zünftig auf.
Vorsitzender Arnold Hilt (Mitte) mit dem Schirmherrenehepaar Elisabeth und Hans Gürke.
Fleißige Bratwurstgriller.
Gäste mussten Schlangestehen für die leckeren Grillfische.
Die anwesenden lebenden Gründungsmitglieder.
Der Stimmung tat auch der Starkregen keinen Abbruch.