Rauchmelder retten Leben!

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Dies ist für Feuerwehrleute Fakt. Allerdings sollten dies alle Bürger wissen und entsprechend handeln, sprich: diese installieren – möglichst noch heute, denn „Brandtote sind meist Rauchtote“. Eine sehr informative Wanderausstellung des Fachbereichs Brandschutzerziehung des Kreisfeuerwehrverbandes dazu ist nun bis Ende Juni während der Öffnungszeiten im Ensdorfer Rathaus zu sehen.

Bürgermeister Markus Dollacker zeigte sich bei der Eröffnung der Ausstellung „hochbeglückt“, dass sie jetzt in Ensdorf Station macht. „Ich weiß um die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Rauchmeldern in unseren Wohnungen, hoffentlich ist bald jeder Bürger auch davon überzeugt, handelt und installiert sie.“

„Die von der Raiffeisenbank Sulzbach-Rosenberg gesponserte Wanderausstellung mit Flyern, Informationsbroschüren, Roll-Ups und vielen durchgebrannten Haushaltsgeräten zeigt deutlich die Notwendigkeit von Rauchwarnmeldern in unseren Wohnungen und Häusern“, so Kreisbrandrat Fredi Weiß. „Wir wollen, dass möglichst viele Rauchwarnmelder in die Wohnungen kommen, damit ihre Bewohner möglichst früh vor einem Brand gewarnt werden.“

Die Wanderausstellung steht unter dem Motto:„Damit Dein Schutzengel in Ruhe schläft“, denn „zwei Drittel aller Brände ereignen sich nachts. Nachts schlafen auch die Sinne. 95 Prozent aller Brandtoten sind Erstickungstote. Rauch ist ein schleichender Tod“, erklärte KBR Weiß. „Die rechtzeitige Branderkennung über Rauchwarnmelder, die nur wenige Euro kosten, verschafft die wenigen lebensrettenden Minuten, die nach Brandausbruch verbleiben, um sich und die Familie in Sicherheit zu bringen. Jeder kann ohne Vorkenntnisse Rauchwarnmelder installieren. Anleitungen sind in jeder Rauchwarnmelderverpackung enthalten.“

Verkohlte Haushaltsgeräte verdeutlichen in der Ausstellung anschaulich die Gefährlichkeit dieser Geräte als Brandursache. Mit dem so genannten Rauchmelderhaus kann die Feuerwehr demonstrieren, wie die Rauchverbreitung in einem Gebäude abläuft und wie schnell ein Rauchmelder auf den tödlichen Rauch reagiert und alarmiert. Informiert wird u.a. auch über die richtige Platzierung am richtigen Ort, dass Rauchmelder Lebensretter sind, worauf man beim Kauf achten sollte, und was zu tun ist, wenn es tatsächlich einmal brennt. Wer weitere Fragen zum Thema „Rauchwarnmelder“ oder „Brandschutz in Privathaushalten“ hat, kann sich jederzeit an die örtlichen Feuerwehren wenden.

Bilder

Bei der Ausstellungseröffnung im Ensdorfer Rathaus. V. li. Bernhard Metschl, der Wolfsbacher Feuerwehrkommandant Christian Holler, die stellvertretenden Kommandanten der FFW Thanheim und der FFW Ensdorf, Michael Rothut und Manuel Wondrak, HBM Freiherr Thilo von Hanstein vom Fachbereich Brandschutzerziehung, KBM Jürgen Ehrnberger vom Fachbereich Ausbildung und Brandschutzerziehung, KBR Fredi Weiß, KBI Hubert Blödt und KBM Hubert Haller, in der Mitte Bürgermeister Markus Dollacker.
Verkohlte Haushaltsgeräte verdeutlichen die Gefährlichkeit dieser Geräte als Brandursache.