„Da Holz-Rudi“ – Ensdorfer Pfadfinder spielen wieder Theater

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

„Da Holz-Rudi“. Diesen Titel hat das Stück, das die Theatergruppe der Ensdorfer Pfadfinder heuer spielt. Seit Dezember schon probt die bewährte Laienspielgruppe unter der Regie von Herbert Scharl dieses Lustspiel in drei Akten von Ralf Kaspari jeden Sonntagabend. Und die Bühne ist bereits aufgebaut. – Ein sicheres Zeichen dafür, dass es in den Endspurt geht! Die Theatertruppe freut sich über das große Interesse, das die vielfachen Anfragen bereits zeigen.

Zum Inhalt des Stückes: Es spielt im Haus des Bürgermeisters Armin Bergmüller (Jörn Seifert) und seiner Ehefrau Renate (Sigrid Gebhardt). Dort herrscht große Aufregung: Die jährliche Veranstaltung rund um die Wallfahrt im eigenen Ort steht unmittelbar bevor. Er selbst beherbergt Caroline Becker (Agnes Graf) mit ihrer Tochter Jennifer (Theresa Hollweck) in seinem Haus. Der Sage nach hat vor 396 Jahren ein gewisser Rudolf den Winter im Ort der Handlung verbracht und in dieser Zeit eine Statue für die Kirche geschnitzt. Nach dem Winter ist er weiter gezogen und hat angeblich irgendwo einen christlichen Orden gegründet. Armin Bergmüllers Großvater hat behauptet, diese vor 396 Jahren geschnitzte Statue vor rund 60 Jahren  gefunden zu haben. Seit dieser Zeit kommen Pilger an einem Wochenende im Jahr in den Ort und verehren die Statue als „Heiliger Rudolf“. In Wirklichkeit hat Armins Großvater die Statue jedoch selbst geschnitzt, was hinter vorgehaltener Hand im Dorf auch erzählt wird. In diesem Jahr aber bringt die Heimat- und Kulturvereinsvorsitzende Inge Birkenschläger (Susanne Frey) den Herrn Professor Dr. Alois Kern (Jochen Lehr) dazu, an der Wallfahrt teilzunehmen und das Alter der Statue mit Hilfe einer neuen wissenschaftlichen Methode zu untersuchen.

Armin Bergmüller glaubt nun, wenn das wahre Alter der Statue herauskommt, in der Öffentlichkeit lächerlich dazustehen und seinen Job als Bürgermeister zu verlieren. Daher will er mit seinem Vater Josef (Werner Scharl) die Statue verschwinden lassen, um ihre Untersuchung zu verhindern. Damit das glaubhaft gelingt, wollen sie Bernd Neumann (Tobias Rester), den Freund der Bürgermeisterstocher Sandra (Annika Braun), in ihren Plan einbauen. Auch Inge Birkenschläger und Professor Kern bleiben nicht untätig. Sie wollen dem Bürgermeister und seinem Vater zuvorkommen. Niemand kommt allerdings auf die Idee, dass auch Caroline und Jennifer Becker keineswegs einfache Pilger sind. Und ob Sandras Eifersucht  gegenüber Jennifer begründet ist, wird sich am Ende herausstellen.

Durch spritzige Dialoge, gespickt mit kuriosen Situationen steht einem amüsanten Theaterabend bei den Ensdorfer Pfadfindern nichts mehr im Wege. Das Lustspiel „Da Holz-Rudi“ von Ralf Kaspari ist dank des unverwüstlichen Galgenhumors der Betroffenen wieder ein unermüdlicher Angriff auf die Lachmuskeln. Wie immer ist wieder Margot Babl für die Maske verantwortlich, Sieglinde Scharl als Souffleuse, damit keiner der Schauspieler im Text „hängen bleibt“.

Die Premiere findet am Samstag, 6.4., um 19.00 Uhr im Theatersaal des Klosters Ensdorf statt. Weitere Aufführungen: Sonntag, 7.4., um 14.00 Uhr und um 19.00 Uhr, Samstag, 13.4., um 19.00 Uhr sowie Sonntag, 14.4., um 14 Uhr. Einlasse jeweils eine Stunde vorher. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Kartenvorverkauf und Platzreservierungen ab sofort täglich ab 16.00 Uhr bei Herbert Scharl unter Tel. (0151) 400 323 45. Erwachsene zahlen 6,00 Euro Eintritt, Jugendliche bis 16 Jahre 4,00 Euro.

Bilder

Regisseur Herbert Scharl.