Sakrament der Firmung gespendet

  |  Hans Babl |   Ensdorf.de, Mittelbayerische Zeitung

Unter Orgelklängen von Organist Gerhard Tschaffon und feierlichem Glockengeläut zog am Freitag Domkapitular Prälat Anton Wilhelm zusammen mit den Konzelebranten Pfarrer Pater Hermann Sturm Ensdorf) Pfarrer Herbert Grosser (Ebermannsdorf-Theuern) und Pfarrer Josef Fromm (Pittersberg) in die Pfarrkirche St. Jakobus ein. Dort spendete der Domkapitular im Auftrag von Diözesanbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller 54 jungen Christen aus den Pfarreien Ensdorf, Ebermannsdorf-Theuern und Pittersberg das Sakrament der Firmung.

Eingangs sprachen Firmlinge, Paten, Eltern und Gruppenmütter Gebete und Fürbitten.

Ein Navi, das er zeigte, führt uns bei richtigem Gebrauch an das Ziel, das wir eingegeben haben, so Domkapitular Wilhelm eingangs seiner Predigt. Dazu müsse man aber wissen, wohin man wolle und evtl. wenden, wenn das Gerät dies fordere. Ein Navi sei ein Gerät der Orientierung. Er hob hervor, dass der Hl. Geist, der mit der Firmung, was Stärkung bedeute, dabei helfe, das Ziel des Lebens zu erreichen. „Er hilft und will, dass euer Leben auf dem richtigen Weg gelingt! Gott und der Heilige Geist sind im Gegensatz zu einem Navi  absolut zuverlässig und immer da!“ Damit die jungen Christen sich auf Gottes Geist einstellen, werden sie gefirmt.

„Der Hl. Geist will, dass ihr zunächst den Weg zu euch selbst findet, dann zu den anderen und zu Gott – und das jeden Tag neu“, betonte der Prälat. „Markenklamotten machen nicht den –Menschen aus. Ihr müsst tiefer sehen als auf die Oberfläche des Handys und oder der TV-Serien“, mahnte er. „Die wichtigen Dinge des Lebens kann man nicht kaufen, die bekommt man geschenkt!“ Die Firmlinge nannten Zufriedenheit, Glauben, Liebe, Vertrauen, Gesundheit, Freundschaft, Geborgenheit. Domkapitular Wilhelm: „Wichtig ist, dass du das erkennst und diese Geschenke annimmst. Lass dich nicht nur von den Gefühlen leiten, sondern auch vom Verstand! Unser Leben kann nur gelingen, wen wir es gemeinsam und miteinander angehen, - Jeder nach seinen Gaben sich miteinander einsetzt.“

Firmlinge werden in besonderer Weise in die Gemeinschaft der Kirche und der Pfarrei eingeführt. „Ihr seid die Zukunft, Wir müssen uns auf euch verlassen können. Macht mit als Ministranten, als Pfadfinder und in anderen Diensten. Es lohnt sich und ihr werdet gebraucht. Glaube wird spürbar in der Gemeinschaft. Und: Friede gelingt dort, wo es Vertrauen und Vergebung gibt. Gottes Geist ist ein Geist der Einheit und des Friedens! Gott will, dass wir fromm sind, Verbindung zu ihm halten, der uns Freundschaft anbietet uns einlädt. Lasst die Verbindung zu Gott nicht abreißen. Bleibt online to Gott!“

Nach der Erneuerung des Taufversprechens der Firmlinge und dem Glaubensbekenntnis traten die 54 Firmlinge mit ihren Paten vor und Domkapitular Prälat Anton Wilhelm   spendete ihnen durch Salbung mit heiligem Chrisamöl in Form des Kreuzes auf der Stirn und Handauflegung das Sakrament der Firmung mit den Worten „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, des Heiligen Geistes. Amen. Der Friede sei mit dir.“

Als die anschließende Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Jakobus endete, erschallte nach dem Segen unter feierlichem Glockengeläut das Danklied „Großer Gott wir loben dich“ im Gotteshaus. Dann stellte sich Domkapitular Prälat Anton Wilhelm zu einem Fototermin mit den einzelnen Firmlingen 

Die Ensdorfer Firmlinge mit ihren Paten und Angehörigen kamen am frühen Abend nochmals zu einer Dankandacht in die „Grüne Kapelle“ des Klosters.

Von den 54 Firmlingen stammen aus 25aus der Pfarrei Ensdorf, sieben aus Theuern, 16 aus Ebermannsdorf und sechs aus der Pfarrei Pittersberg. Bei der Firmung, einem der sieben Sakramente der katholischen Kirche, empfangen die Firmlinge zur Stärkung im Glauben den Hl. Geist. Als seine sieben Gaben bezeichnet man Weisheit, Rat, Einsicht. Erkenntnis, Frömmigkeit, Stärke und Gottesfurcht.