Vereinskini gekürt

| Hans Babl |

„Königliche Durchlaucht“ darf sich nunmehr Otto Falter ein Jahr lang beim „untertänigen Feuerwehrvolk“ nennen. Diese Würde wurde ihm weder auf Grund von Geburt oder Abstammung verliehen, noch wurde er demokratisch gewählt. Den Titel errang er, der zum ersten Mal „um die Krone mitkämpfte“ vielmehr mit 92 Punkten beim jährlichen Turnier im Schafkopfen der Ensdorfer Floriansjünger am „Allerweltskirchweih-Samstag“ beim „Weißbacher“ auf ganz ehrliche Art und Weise im „edlen Wettstreite“.

Er hatte beim diesjährigen 19. Titelwettkampf am Kirchweihsamstag im Gasthaus „Weißbacher“ die Königswürde 2008 gegen 31 weitere „wackere Feuerwehr-Kämpen“ errungen. „Vizekini“ wurde mit 91 Punkten Ludwig Hauer, „Kanzler“ Richard Weigl mit 89 Punkten. Vorjahreskini Werner Scharl legte sich mächtig ins Zeug, lag am Ende aber abgeschlagen im hinteren Feld. Weitere Platzierungen: Hans Singer mit 88 Punkten auf Platz 4 zusammen mit Manfred Seitz, Josef Aichner mit 87 Punkten auf Platz 6, gefolgt von Franz Metschl (86), Arnold Hiltl (84), Josef Jäger (83) und Konrad Riedl mit 82 Punkten auf Rang zehn. Für alle Teilnehmer am Wettstreit gab es einen Preis sowie einen leckeren Eintopf als Brotzeit.

Organisator und „Feuerwehrhäuptling“ Richard Reiser dankte den Preisspendern und gratulierte den Siegern. Trostpreis-Empfänger stellvertretender Kommandant KBM Hubert Haller (40 Punkte), erhielt neben einem Kasten Bier einen neuen Satz Schafkopfkarten überreicht - zum Üben! Vielleicht klappt’s ja nächstes Jahr wieder besser.

Zur „Kini-Vereinsgeschichte“ ist nachzutragen: Frühere „Kini“ waren die bereits verstorbenen Josef Lobenhofer, Hans Frankerl und „Kloster-Schorsch“ Georg Wismeth, sowie Gustl Berschneider, Toni Krammer, Sepp Jäger, Ludwig Hauer, der Sperl Sepp,  Konrad Riedl, Hans Singer und Hubert Haller und zuletzt Werner Scharl. Ludwig Hauer jun., Hans Weigl und Reiner Weiß haben bereits zweimal die Königswürde errungen. Nun folgt ihnen Otto Falter, der zum ersten Mal am Turnier der Ensdorfer Feuerwehr um den „Vereinskini“ im Schafkopfen teilgenommen hat. 

Für seine „schwierige Regentschaft“ wurde „König Otto der I., der Falter“ in einer Inthronisationsfeier im Gasthaus „Weißbacher“ würdevoll und mit einer gnädigen Geste die Insignien seiner Macht überreicht: eine goldene Pappkrone mit rautenförmiger weißblauer Fütterung, Szepter (Trichter mit Ofenrohr) und „Vereinsapfel“ (Stoßkugel). Schwer muss nun „Otto I, der Falter“ nicht nur an seinen Insignien tragen, sondern auch sein schweres Amt ausüben. Schließlich hat ein „Kini“ trinkfest zu sein, muss nächstes Jahr wieder antreten, um seine „Königswürde“ zu verteidigen, eventuell seinen Nachfolger krönen, und als höchste Amtshandlung seiner „Regierungszeit“ das Johannisfeuer entzünden. Wie seine Vorgänger versprach er: „Ich werde das Amt nach bestem Wissen und Gewissen ausüben, das Feuerwehrvolk gnädig und fürsorglich regieren und auch das Johannisfeuer entzünden. “ (Mittelbayerische Zeitung)